1939 Das Kirchspiel Engerhafe

Auszug aus Martin Wilken’s, Das Kirchspiel Engerhafe und seine Bebauung.

Inhalt

1. Das Kirchspiel, ein Vorläufer der ostfriesischen Landgemeinden.
2. Die Quellen.
3. Beschreibung der einzelnen Orte.
3.1 Engerhafe.
3.2 Fehnhusen.
3.3 Oldeborg.
3.4 Upende
3.5 Die Kolonate hinter den Oldeborger – Upender Äckern
4. Die Kirche und ihre Pfarrer
5. Die Schulen und ihre Lehrer
5.1 Lehrer an der Schule zu Engerhafe
5.2 Lehrer an der Schule zu Oldeborg
6. Schlusswort
7. Anmerkungen, Quellen und Schrifttum

1. Das Kirchspiel, ein Vorläufer der ostfriesischen Landgemeinden

Wer von Emden oder Aurich aus nach Norden und Norddeich fährt und die Straßenkreuzung in Georgsheil passiert hat, der erblickt kurz hinter diesem Ort zur rechten Hand ein hohes Gebäude aus Ziegelsteinen mit einem großen Schieferdach, welches, die umliegenden Häuser hoch überragend, das Landschaftsbild beherrscht. Es ist die Kirche zu Engerhafe im Brokmerland, die in der Zeit von 1250 bis 1280 erbaut wurde und Mittelpunkt des ehemaligen Kirchspiels gleichen Namens war.

Urkundlich erwähnt wurde diese Kirche zuerst im Jahre 1250 in dem Sühnevertrag zwischen dem Bischof Otto II. von Münster und den Brokmännern (1). Der Ort hieß damals „Butaee“ (außerhalb, jenseits der Ehe, ein kleiner Fluss zwischen Engerhafe und Victorbur). Etwas später, um 1276, wird Ort und Kirche im Brokmerbrief (2) Uthengerhove zusammen mit Marienhove (Marienhafe), Victorishove (Victorbur) und Lamberthove (Aurich) als ein Platz genannt, an dem Gericht gehalten wurde. In einer Urkunde von 1413 (3) hieß das Dorf „Uthengerbure“, bis dann daraus über „Uthengerhove“ (4) das heutige Engerhafe wurde. Der alte Name Butaee wird noch 1437 im Testament Okko II. genannt (5).

In den heutigen Gemeindeordnungen findet man das Kirchspiel (ndd. Kark ‑ Kerkspeel) als kommunale Gebietskörperschaft nicht. Es gibt nur Städte, Landkreise und Gemeinden. Die alten Kirchspiele sind jedoch als Vorgänger der ostfriesischen Landgemeinden erwähnenswert. Die dörfliche Gemeinde, in der sich das Leben ihrer Einwohner nach festen Regeln abspielte, war die Bauerschaft ‑ im Brokmerland Keddschaft genannt ‑ deren Mittelpunkt die Dorfkirche war. Die Kirchspiele konnten aus einer Bauerschaft bestehen, wie es in der Marsch die Regel war, aber auch mehrere Orte umfassen (6). Auf der Geest gehörten zumeist mehrere, bis zu einem Dutzend Bauerschaften zu einem Kirchspiel. Zur Kirche in Aurich gehörten z.B. außer der Stadt selbst noch die umliegenden neun Loogen (Loog = Bauerschaft).

Maßgebend für eine solche Vielfalt waren die unterschiedlichen Gelände ‑ und Bodenverhältnisse, welche die Wirtschaft und den Verkehr in Marsch und Geest vorherbestimmten. Die reichen Marschbewohner konnten sich den Bau ihrer Kirche auch bei einer verhältnismäßig kleinen Einwohnerzahl leisten (7). Da aber in der Marsch im Winter und bei nassem Wetter infolge der schlechten Wege und Überschwemmung der niedrigen Lande zwischen den einzelnen Dörfern kein Verkehr möglich war, wurde der Bau einer eigenen Dorfkirche notwendig. Auf der Geest waren die Verkehrsverhältnisse zwar etwas besser, die wirtschaftlichen Möglichkeiten jedoch sehr viel geringer. Deshalb konnten nur mehrere benachbarte Dörfer gemeinsam eine Kirche bauen und unterhalten (8).

Die Kirchspiele der Geestrandsiedlungen des Brokmerlandes bestanden auch aus mehreren Keddschaften, von denen einzelne aber erst später durch die Kultivierung der östlich gelegenen Heide ‑ und Moorflächen entstanden. Hier waren die Verhältnisse, welche der Entwicklung zugrunde lagen, wieder anders. Die Gemeinden des Brokmerlandes besaßen sowohl Marsch ‑ als auch Geest ‑ und Moorland. Sie wurden von überörtlichen Verkehrswegen berührt, dem Heerweg von Aurich nach Norden und dem Heerweg von Norden über Marienhafe nach Emden. Einige Orte erhielten durch den Einbruch der Leybucht sogar Verbindung mit dem offenen Meere. Durch diese günstigen Wirtschafts- und Verkehrsvoraussetzungen waren die Brokmannen in einer relativ kurzen Zeit von der ersten planmäßigen Ansiedlung bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts so erstarkt, dass sie auch politisch eigenständig werden konnten. Dass im Brokmerland mehrere Keddschaften zu einem Kirchspiel zählten, dürfte auf die planmäßige Erstbesiedlung und auf das vorgefundene Gelände zurückzuführen sein. Engerhafe wurde auf der aus dem niedrigen Sietland aufsteigenden Geestzunge angelegt, welche wahrscheinlich schon seit langer Zeit landwirtschaftlich genutzt wurde (9). Auch war hier bereits ein geistlicher Mittelpunkt vorhanden. Ein Vorgängerbau der jetzigen Kirche ist 1966 bei durchgeführten Renovierungsarbeiten durch Grabung festgestellt worden (10).

Vielleicht hatte hier schon ein noch älteres Heiligtum gestanden. Das benachbarte Fehnhusen dürfte zur gleichen Zeit bebaut worden sein. Danach folgten die weiter östlich gelegenen Orte Broeke (das spätere Oldeborg) und Upende. Eine Ausdehnung nach Süden war durch das Tal der Ehe und der Anlage von Victorbur nicht möglich. So musste dieses Kirchspiel sich in nordöstliche Richtung entlang der Maar und der Ehe entwickeln.

Das Leben der Menschen wurde im Mittelalter weitgehend von der Kirche bestimmt und geleitet. Es war daher natürlich, dass die Kirche Mittelpunkt der örtlichen Verwaltung wurde, zumal damals fast nur die Geistlichen lesen und schreiben konnten. Ihnen fiel damit automatisch eine gewisse Führungsrolle in kommunalen Angelegenheiten zu. König schreibt hierüber: «Die Verwaltung der kirchlichen und die der allgemeinen dörflichen Angelegenheiten griffen mannigfach ineinander über. Geistliche Herren waren (ursprünglich) durchgehend mit an der Dorfverfassung beteiligt. Die politische Gemeinde war (weitgehend) mit dem Kirchspiel identisch. Das zeigt sich besonders auf dem Gebiet des Deichwesens, wo es vielfach zu gemeinsamen Beschlüssen von weltlichen Instanzen (Häuptlingen, Deich‑ und Sielrichtern) und Geistlichen gekommen ist“ (11).

Aus solchen Anfängen entwickelte sich das Kirchspiel in Ostfriesland zum Kommunalbezirk des platten Landes, welches eine dreifache Funktion hatte:

  1. umfasste es die Kirchengemeinde, zu deren Aufgaben auch das Schul‑ und das Armenwesen gehörte,
  2. war es das kommunale Zentrum der ihr angehörenden Keddschaften (Bauerschaften), und
  3. diente es als unterste Stufe der Landesverwaltung durch die landesherrlichen Behörden und die ostfriesischen Landstände sowie der bäuerlichen Zweckverbände (Sielachten, Deichachten).

Auffallend aber ist das Fehlen einer gewissen Kirchspielsordnung, in der die Rechte und Pflichten dieser Körperschaften niedergelegt sind. Das Kirchspiel war daher auch keine Behörde. Es hatte auch keine Bedienstete mit Weisungsbefugnissen den angeschlossenen Keddschaften gegenüber. Diese waren völlig frei. Als einzige Richtlinie gab es lediglich die Bauernrolle, welche für den ganzen Bereich des jeweiligen Kirchspiels Gültigkeit hatte (12).

Neben kirchlichen und kommunalen Aufgaben hatte das Kirchspiel auch staatliche Aufträge zu erfüllen. Ostfriesland war in der gräflich/fürstlichen Zeit in Ämter und Herrlichkeiten unterteilt (13). Die Ämter gliederten sich in Vogteien und diese wiederum in Kirchspiele. Die Südbrokmer Vogtei bestand aus den Kirchspielen Engerhafe, Victorbur, Wiegboldsbur, Bedekaspel und Forlitz (14). Verordnungen der Landesherrschaft wurden in den Kirchen von der Kanzel verkündet. Hier wurden die Landschaftsdeputierten des Dritten Standes gewählt, denn jedes Kirchspiel hatte das Recht, einen Deputierten zum Landtag zu entsenden (15). Die Schatzungslisten und später auch die statistischen Erhebungen sind für die einzelnen Kirchspiele aufgestellt, unterteilt in die ihnen angeschlossenen Bauernschaften. So ist z. B. die Liste über die Kopfschatzung vom Jahre 1719 für das Kirchspiel Engerhafe (16) vom Pastoren und den jeweiligen Kedden unterschrieben. 1776 forderte eine königliche Verfügung, „… dass in den Orten des platten Landes, welche von den Städten zu weit entlegen und woselbst keine Obrigkeiten wohnhaft sind, die Prediger von allen epidemischen Krankheiten, als hitzigen Fiebern, roter Ruhr oder Pocken pp. sogleich dem Landrat des Kreises oder der Kriegs und Domänenkammer der Provinz schriftliche Anzeige tun sollten“ (17). Auch die Deichachten hoben ihre Beiträge nach Kirchspielen, wie das „Regester Engerhouwer Karspell olde Dyck middel“ (um 1600) ausweist (18), und die Pfänder zur Unterhaltung des Heer-Postweges von Aurich nach Norden waren den anliegenden Kirchspielen zugeteilt (19).

Die Kirchspiele waren also Landbezirke für alle öffentlichen Angelegenheiten kirchlicher, kommunaler und staatlicher Art. Als solche haben sie bis etwa 1823 bestanden. Damals noch verfügte die Königl. Großbritannische Provinzial‑Regierung von Ostfriesland in Aurich: „Wir haben erforderlich erachtet, daß die auf Grund der von der Obrigkeit bey uns eingelieferten Nachweisungen über den Bevölkerungszustand hier aufgenommen deßfälligen General‑Tabelle noch in der Art vervollständigt werde, daß daraus die Seelenzahl eines jeden Kirchspiels zu ersehen ist …“ (20). Dann traten die neuen Verordnungen der Hannoverschen Regierung für die Kommunen in Kraft, durch welche die Bauerschaften zu selbständigen Gemeinden wurden. Unter der napoleonischen Herrschaft dagegen waren die Kirchspiele als Mairien auch politische Gemeinden gewesen.

Nur das Armenwesen blieb als ein Rest des alten Kirchspiels Engerhafe lange erhalten. Der Armenverband Engerhafe, dem die Gemeinden Engerhafe, Fehnhusen, Oldeborg, Upende, Moorhusen und Münkeboe angehörten, bestand bis zum Jahre 1925 und wurde dann vom Bezirksfürsorgeverband Aurich abgelöst.

Am 1. April 1938 schlossen sich die bis dahin selbständigen Landgemeinden Engerhafe, Fehnhusen, Oldeborg und Upende zu einer größeren Gemeinde zusammen. Das alte Kirchspiel Engerhafe erstand damals wieder in neuer Gestalt als politische „Gemeinde Oldeborg, Landkreis Aurich“. Im Zuge der Gebiets und Verwaltungsreform von 1972 ging diese Gemeinde in die heutige „Gemeinde Südbrookmerland“ auf, die ihrerseits das Gebiet der alten Südbrokmer Vogtei umfasst.

2. Die Quellen

Die wichtigsten und die für die örtlichen Verhältnisse auch wohl zuverlässigsten Quellen sind die im Kirchenarchiv Engerhafe befindlichen Kirchenheuer ‑ Register, die Intraden ‑ und Inventarienbücher der beiden Pastoreien und die Kirchenrechnungen des 16. Jahrhunderts (21).

Die Aufzeichnungen über die Kirchenheuer reichen zurück bis in das Jahr 1547. Eine Aufstellung über die der Kirche gehörenden Grundstücke aus dem Jahre 1552 scheint von einem noch älteren Verzeichnis abgeschrieben zu sein, denn in ihr werden zwei Geistliche aus vorreformatorischer Zeit genannt, „Herr Ymelen“ (22) und „Herr Hinnerk, mede karkher tho Engerhauen“. In den Intradenbüchern der Osterpastorei sind Aufzeichnungen von 1617 an, in den der Westerpastorei leider nur noch von 1714 an erhalten. Die Personennamen der Kirchenbücher werden zum Teil bestätigt durch Schatzungsregister der Landstände aus jener Zeit, welche als Depositum der Ostfriesischen Landschaft im Staatsarchiv Aurich liegen. Sehr aufschlussreich ist auch eine Übersicht über die Pfänder zum Unterhalt des Wildeackerweges (Teil des Heerweges von Aurich nach Norden) (23) und ein Torfregister aus dem Jahre 1711, aus dem Besitzveränderungen einzelner Höfe ersichtlich sind, die in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts stattgefunden haben (24).

Von 1768 an geben die Beitragskataster der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse (25) und seit 1752 die Hypothekenbücher des Amtes Aurich (26) lückenlose Auskunft über die einzelnen Grundstücke und ihre Besitzer.

In den Kirchenbüchern sind die Höfe von Westen nach Osten der Reihe nach eingetragen. Dadurch lässt sich ihre Lage einigermaßen richtig feststellen. Wegen seiner Bebauungsform nimmt Engerhafe eine Sonderstellung ein. Hier beginnen die Register mit der heutigen Straße Uiterdiek bei dem Hof, der am weitesten östlich (an der B 70) steht, folgen dieser Straße bis zum Westlichen Ortsrand und gehen dann der Häuserreihe auf der Nordseite (Engerhafer Loog) nach auf die Kirche zu.

Schwierigkeiten bei der Lokalisierung der einzelnen Höfe und Warfstellen können sich ergeben, wenn diese vor 1700 aufgelöst oder anderen angegliedert wurden. Auch gibt es Plätze, die keine beheerdischten (27) Kirchenlande besaßen. Die Heuer‑ und Intradenbücher der Kirchengemeinde sind auch nicht so genau geführt, dass ihre Jahreszahlen mit den zu der Zeit auf den Höfen wirklich lebenden Besitzern oder Pächtern übereinstimmen. Oft hat man sehr lange einen alten Namen weitergeführt, weil der Hof unter diesem im Ort allgemein bekannt war. Später wurden dann wohl die Namen der neuen Abgabepflichtigen hinzugefügt, manchmal auch mit dem Zusatz Itzo …ff oder «hernach… . Daher kommt es auch, dass die Namen in den Kirchenbüchern von den in den Schatzungsregistern jener Zeit abweichen können. Trotzdem aber sind viele Übereinstimmungen festzustellen. Wo dies der Fall ist, sind in den dieser Arbeit als Anlage beigefügten Hofverzeichnissen die Jahreszahlen unterstrichen worden.

3. Beschreibung der einzelnen Orte

3.1 Engerhafe

Engerhafe liegt am Westrand des Geestrückens, der sich von der Stadt Norden aus in südöstliche Richtung bis in das Oldenburger Land hinzieht. Der Ort liegt auf einer Geestzunge, welche von Nordosten nach Südwesten aus dem Geestrand vorspringt, und die auf ihrer Nord‑ und Südseite reihenförmig bebaut ist. Engerhafe wird heute von der Bundesstraße 70 und von der Eisenbahnstrecke Emden‑Norddeich durchschnitten. Die Kreisstraße 16 zieht sich vom Ortsrand im Westen als Dorfstraße durch den ganzen Ort, um dann nach Oldeborg weiterzuführen. Die Gemarkung hat im Süden, Westen und Norden natürliche Grenzen durch die Ehe (Abelitz-Moordorf-Kanal), die Abelitz und die Maar. Im Osten grenzt sie an die Gemarkung Oldeborg.

Die Bebauung befindet sich am Rande dieser Geestzunge und zwar westlich der Bundesstraße 70 auf dem Nord‑ und Südrand. Dazwischen liegt das Ackerland. Östlich der Bundesstraße knickt der Geestrücken in eine mehr nordöstliche Richtung ab; das Ackerland liegt hier nördlich der Dorfstraße. Die Kirche steht auf einer hohen Warf an der südlichen Straßenseite, umgeben vom Kirchhof. Hier, rund um die Kirchwarf, standen früher die Warfen und Häuser der Handwerker, Krämer und Gastwirte. Zwischen Kirche und Glockenturm stand die Schule und südlich des Turmes das Armenhaus. Auch die Südseite des Kirchhofs scheint bebaut gewesen zu sein, die Papensche Karte von 1840 zeigt noch entsprechende Signaturen. In der Campschen Karte von 1804 sind die Zeichnungen nicht so exakt eingetragen. Vor dem Bau der Landstraße (1903) bog der Dorfweg nach Süden ab auf Uthwerdum zu. Nach Oldeborg gelangte man über den „Dodentwenter“ und den „Achterumsweg“, der an der Fehnhuser Gaste vorbei nach Oldeborg führt.

Am Westrand, wo der Weg von Uiterdiek und die Dorfstraße zusammentreffen, beginnt der Hauptmeedeweg, über den man in die Meede und zu den Hammrich‑Plätzen kommt. Etwa 500 m westlich des Ortsausganges fließt ein Wasserlauf nach Süden auf die Ehe zu, die „Zwei“, früher auch „Schwey“ oder „Engerhafer Tief“ genannt. Vor der Brücke über die Zwei, der Gastwirtschaft „Zweibült“ gegenüber, befand sich ein Lagerplatz, an dem der Dorfschiffer anlegte und auch andere Schiffe ihre Fracht löschten (heute Liegeplatz von Sportbooten).

Nördlich und südlich des Dorfes liegen die Fennen, niedriges Sietland, welche in der Regel als Grünland, teilweise aber auch als Ackerland genutzt werden. Im Westen erstreckt sich die weite Meede, in der die Hammrich Höfe Hogelücht, Groß – und Klein – Heikeland, Amerland und Beer einsam liegen.

Die Anlage des Dorfes und seiner Ackerflur und seine Entwicklung seit der Gründung im hohen Mittelalter ist von Theodor Klugkist in seiner „Siedlungsgeschichte des Dorfes Engerhafe“ (28) eingehend geschildert worden. Das hier beschriebene Siedlungsschema, welches von anderen Geestrandsiedlungen wegen der hier vorgefundenen Geländeformen abweicht, dürfte im großen und ganzen zutreffen. Aber bis 1547 hatten sich die Besitzverhältnisse sehr geändert und somit auch die Siedlungsstruktur des Dorfes; ein Vorgang, der heute noch anhält. Reste der alten Flureinteilung sind aber jetzt noch zu erkennen.

Besonders stark müssen diese Veränderungen im ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhundert gewesen sein. Damals wuchs der Handel der Stadt Emden mit den Märkten der Iberischen Halbinsel. Davon wurde die ostfriesische Landwirtschaft stark beeinflusst (29). Die Preise für Butter, Käse und Korn stiegen auf das Doppelte an, ebenso die für Pferde, Ochsen und Kühe (30). Auch die Höfe vergrößerten sich. Aber durch den Dreißigjährigen Krieg und besonders durch die Mansfeldische Invasion verarmte das Land. Viele Höfe sind in dieser Zeit in den Besitz reicher Bürger aus den Städten, vor allem aus Emden, gekommen. Das trifft auch auf Engerhafe zu. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erwarben hiesige Bauern diese Plätze, die sie teilweise schon lange als Pächter bewirtschaftet hatten (31).

Aus der Karte der Anlage ist die Lage der einzelnen Besitzungen zu ersehen, deren Eigentümer, bzw. Pächter können zum Teil bis 1547 zurückverfolgt werden.

3.2 Fehnhusen

Fehnhusen liegt an der Kreisstraße 17, welche von Oldeborg aus zur Bundesstraße 70 führt und beim Wasserwerk Siegelsum in diese einmündet. Bis auf 3 Häuser im östlichen Teil des Ortes liegen alle Gebäude auf der Nordseite der Straße. Hinter den Höfen ziehen sich die „Fehnhuser Äcker“ in Upstreken von etwa 2 Kilometer Länge bis an den Siegelsumer Moorweg hin, der die Grenze zu Upgant‑Schott bildet. Ostwärts grenzt Fehnhusen an die Gemarkung Oldeborg. Von hier verläuft die südliche Gemarkungsgrenze über den Achterumsweg bis zum „Leege Weg“, folgt diesem bis zur Maar, welche Fehnhusen von Engerhafe als natürliche Grenze scheidet, bis sie im Westen die Gemarkung Siegelsum erreicht.

Südlich der Straße liegen die Fennen vor den Höfen, von denen der Ortsname herrührt. Sie werden ausschließlich als Grünland genutzt und von Osten nach Westen von der Maar durchschnitten.

Südlich der Maar steigt das Gelände an zur hohen Gaste, auf der ein Hof steht. Ein alter jetzt aufgehobener Weg, der „Leege Weg“, verband früher die „Fehnhuser Gaste“ mit den anderen Häusern des Dorfes.

Im Flächenmanual (1850‑1860) wird die Gemarkung folgendermaßen unterteilt: (32) „In den Fennen unterm Dorf“, „Kolkfenne“, „Deller“, „Spitjenfenne“, „Auf der Gaste“, „lütjes und grotes Wilgenland, „Der Mühlenwarf“, „Rademachers Warf“, „Die Fehnhuser Äcker“.

Fehnhusen ist eine alte Geestrandsiedlung, die zumindest zur gleichen Zeit wie Engerhafe angelegt worden ist. Die entlang der Straße sich hinziehende Häuserzeile hat von der Grenze im Westen bis zur Gemarkungsgrenze im Osten eine Länge von 1280 Meter. Hier stehen heute 20 Gebäude, Bauernhöfe und Wohnhäuser. während 1966 noch 10 landwirtschaftliche Betriebe vorhanden waren, gibt es davon heute nur noch 5. Zwei alte Platzgebäude wurden in den letzten Jahren abgebrochen. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre hat Fehnhusen sich von einem reinen Bauerndorf zum agraren Arbeiter‑ Bauernort gewandelt.

Es darf wohl als sicher gelten, dass bei der Anlage der ersten Herde im hohen Mittelalter die im Brokmerbrief niedergelegten Bedingungen berücksichtigt worden sind. Die Höfe stehen auf Warfen, die ineinander übergehen und eine deichartige Anlage bilden. Überflutungsgefahr bestand früher von der Niederung der Maar her, welche mit der Leybucht in Verbindung stand. Das Maartal wurde deshalb auf der nördlichen Seite von Fehnhusen aus bis nach Siegelsum mit einem Deich eingefasst. Dieser Deich ist urkundlich belegt (33). Der „Dieksweg“, der von der Bundesstraße aus am Wasserwerk vorbei nach Siegelsum führt, ist auf diesem alten Deich angelegt worden.

Die Upstreken hinter den Höfen sind etwa 70 Meter breit. Bei 15 Herdstellen, die um 1630 in einem Verzeichnis über die Unterhaltung des Wildeackerweges eingetragen sind (34), ergibt das eine Ortlänge von 1050 Meter. Die Differenz zur oben angegebenen Länge von 1280 Meter ist dadurch erklärlich, dass unter den 15 Herden zwei doppelte und einer sogar ein dreifacher Herd war und somit auch die doppelte und dreifache Breite hatten.

Zu Fehnhusen gehört auch der halbe Herd auf der Fehnhuser Gaste, die auf dem Geestrücken von Engerhafe liegt. Auffällig ist, dass dieser Hof zu Fehnhusen und nicht etwa zu Engerhafe gehört, obwohl er in gleicher Höhenlage an Engerhafe grenzt. Es ist bemerkenswert, dass hier bei Aussandungen und Rohrverlegungsarbeiten alte Brunnen mit Keramikscherben und dergleichen gefunden wurden. Ein Bericht darüber ist im Emder Jahrbuch 1978 veröffentlicht worden. Wie Herr Dr. med. Gerken, Marienhafe, dem Verfasser mitteilte, hat er vor einigen Jahren, als auf der Fehnhuser Gaste Sand abgebaut wurde, u.a. durchlöcherte Tonscheiben gefunden, die er für Webstuhlgewichte oder mehr noch für Netzbeschwerer hält. Es ist nicht ausgeschlossen, dass an dieser Stelle eine alte Fischersiedlung bestanden hat (35). Die Maar stand um die Jahrtausendwende mit der damals sich ausdehnenden Leybucht in Verbindung und wird auch viel breiter gewesen sein als heutzutage. Außerdem lag der Oldeborger Kolk unmittelbar zu Füßen der Gaste. An Fischen wird kein Mangel gewesen sein.

Die Fehnhuser Gaste gehörte sehr wahrscheinlich zu den Burglanden der tom Brok in Oldeborg, ebenso wie die Mühlenwarfen. Darauf deutet noch ein Vermerk hin in der Meldung der Oldeborger Vogtei vom Jahre 1625 über die durch die Mansfeldische Invasion verwüsteten Herde (36). Dieser lautet: „Christoffer Janßen. Eine halbe stedte eitel Herren Landt. Die Lage der Bebauung ist aus der Anlage ersichtlich.

3.3 Oldeborg

Die Gemarkung Oldeborg hat im Süden in der Ehe eine natürliche Grenze zu Victorbur. Im Norden reicht sie bis an den Siegelsumer Moorweg, im Westen an Engerhafe und im Osten an Upende.

Das ganze Gebiet dieser Ortschaft wird von der Maar, einem kleinen Fluss, von Nordosten nach Südwesten hin durchschnitten. Unmittelbar westlich des Dorfes biegt die Maar auf eine Strecke von rund 500 Meter nach Nordwesten aus, um dann in ihre alte Richtung weiterzufließen. Während dieses Flüsschen bis dahin nur ein recht schmales Bett hat und im Gelände kaum auffällt, verbreitert sich das Flusstal an dieser Stelle plötzlich auf fast 300 m. Das Gelände steigt an beiden Seiten bis zu einer Höhe von 2,00 m über NN steil an. Hier befand sich der Oldeborger Kolk, welcher sehr wahrscheinlich aus der letzten Eiszeit herrührt. Dieses Gelände muss im Mittelalter ideale Voraussetzungen zur Anlage einer Befestigung gegeben haben. Auf dem östlichen Steilufer bauten in der Mitte des 14. Jahrhunderts die tom Brok ihre Burg ‑ die olde Börg. Aber auch das westliche Steilufer, die Fehnhuser Gaste, hat zu den Burglanden gehört. Die olde Börg wurde 1427, nachdem Ocko tom Brok in der Schlacht auf den Wilden Äckern unterlegen war, von Focko Ukena geschleift. Der Name „Burgstelle“ erscheint noch im Hypothekenbuch des Amtes Aurich bei den in der Anlage aufgeführten Höfen Nr. 8, 27a und 31.

Ebenso wie die Maar, weist auch der östliche Geestrand eine starke S‑Krümmung auf, welche die Bebauung weitgehend beeinflussen musste. In älteren Zeiten wurde Oldeborg auch als „krumme horne“, „krumme hoek“ „krumme hornke“ und die Häuser als „in de kromme horne“ gelegen bezeichnet. „Wiltet in de kromme horne“ lautet eine Eintragung in einem Intradenbuch der Osterpastorei. Dieses Gelände gibt der gesamten Dorfanlage ihr eigenes, von den Nachbarorten abweichendes Bild. In seinem westlichen Teil ist Oldeborg kein reines Reihendorf, eher mehr ein Haufendorf, das sich um die ehemalige Burg gebildet hat. Der alte Heerweg von Aurich nach Norden führt mitten durch den Ort. Ein weiterer Weg, die „Lohne“, zieht sich von der Kreisstraße 16 aus über die alte Burgstelle hinweg zum Postweg hin, der heute ein Teil der Kreisstraße 17 ist. Parallel mit der Lohne läuft ein unbefestigter Feldweg am Fuß der Anhöhe. Erst weiter ostwärts erscheint wieder die Reihenbebauung.

Die Lage an dem alten Verkehrsweg bewirkte, dass in Oldeborg sich zahlreiche Gewerbetreibende ansiedelten. Es gab hier zeitweise 3 Krüger, auch „Gastgeber“ genannt, weil sie den Durchreisenden Übernachtungsmöglichkeiten anboten. Ferner wohnten hier Schmiede, Stellmacher, Zimmerer, Krämer und insbesondere auch mehrere Schuhmacher. Die gewerbliche Weiterentwicklung dieses Ortes wurde 1850 durch den Bau der Chaussee von Georgsheil nach Norden verhindert. Der alte Postweg verlor seine überörtliche Bedeutung, Oldeborg war seitdem ein reines Bauerndorf. Nach 1945 trat hier, wie auch in den anderen Dörfern des Kirchspiels, ein Wandel ein zum agraren Arbeiter-Bauerndorf.

Die Bauäcker der Höfe liegen sämtlich nördlich der Dorfstraße und ziehen sich in einer Länge von etwa 2 Kilometer als Upstreken nach Nordwesten hin bis an die Ende des 18. Jahrhunderts entstandenen Kolonate „Achter Ackers“. Südlich der Straße liegen die Fennen, welche als Grünland genutzt werden. Die Fennen werden von der Maar durchflossen und setzen sich jenseits des Baches fort bis an die Ehe auf einem Gelände, welches etwas höher liegt und früher Heideland war.

Die Höfe stehen auf Warfen, die auf dem Geestrand aufgeschüttet wurden. Kurz vor der Upender Grenze zweigt ein Weg nach Nordwesten ab, der Oldeborger Moorweg, im Volksmund einfach „Moor“ genannt. Er verbindet die Kolonate „Achter Ackers“ mit dem Ort und wurde früher zur Abfahrt des im Moor gegrabenen Torfes benutzt (37). Die Schule, welche auch für Upender Kinder zuständig war, steht unmittelbar an der Grenze. Eine Übersicht über die baulichen Verhältnisse gibt die beigefügte Karte.

3.4 Upende

Ostwärts an die Gemarkung Oldeborg schließt sich die ehemalige Gemeinde Upende an, welche im Süden ebenfalls von der Ehe begrenzt wird. Nach Norden und Osten erstreckt sie sich bis an die Moorkolonien Rechtsupweg, Moorhusen und Münkeboe. Die beiden letzteren gehörten bis etwa 1830 zu Upende und noch bis 1896 zur Kirchengemeinde Engerhafe.

Upende wird etwas jünger sein als die übrigen Keddschaften des Kirchspiels Engerhafe. In einer Urkunde vom 23. Juli 1478 wird der Ort „Uthenger Upeynt genannt (38). Der Ortsname wird oft gedeutet als „auf dem Ende“ oder „am Ende“ (des bebauten Landes?), so auch von C.H. Stürenburg in seiner „Beschreibung des (39) Amtes Aurich …“. Eine solche Deutung dürfte aber zu einfach sein und befriedigt nicht ganz. Auch im Mittelalter war man nicht am Ende des kultivierten Landes angelangt, sondern stieß immer weiter vor in die Wildnis von Heide und Moor. Eine bessere Deutung kann aber aus der Höhenlage des Dorfes dem westlich gelegenen Teil des Kirchspiels gegenüber gezogen werden. Upende ist das obere, das höher gelegene Ende des Kirchspiels Engerhafe. Die Vorsilbe „up‑“ kann nicht nur „auf“, „am“ sondern auch „oberhalb“ bedeuten, wie z.B. der Ortsname „Upgant von seiner ehemaligen Lage oberhalb der Gant abgeleitet wird (40). In der Tat liegt Upende auf durchschnittlich + 2,00 bis 2,50 Meter NN, Engerhafe dagegen, mit Ausnahme der höheren Geestzunge, auf NN 0 bis 0,50 Meter.

Upende ist ein reines Reihendorf, welches sich von Südwesten nach Nordosten entlang der Straße hinzieht. 500 Meter ostwärts der Schule knickt die Straße in einem rechten Winkel nach Süden ab, um nach weiteren 200 Metern wieder um 90 Grad nach Nordosten abzubiegen, bis sie endlich Münkeboe erreicht. Vorher wird sie von der Kreisstraße 18 gekreuzt, welche von Moordorf nach Marienhafe führt. Der Ortsteil, der zwischen den erwähnten Straßenwinkeln liegt, wird „Koldehörn“ genannt. Diese beiden scharfen Kurven sind durch den Geestrand bedingt, der hier nach Süden in das niedrigere Land hineinragt. Vom Anfang des Oldeborger Moorweges aus läuft ein Weg auf den südlichen Straßenknick bei Koldehörn zu, welcher „Uiterweg“ (Außenweg) heißt.

Vor dem im Jahre 1903 erfolgten Bau der Landstraße befand sich an deren Stelle ein niedrig gelegener Sandweg, welcher in der nassen Jahreszeit in der Regel überschwemmt war, besonders bei Koldehörn. Deswegen benutzten die Einwohner der weiter östlich befindlichen Siedlungen einen Fußweg, den „Karkpad“. Dieser begann am nördlichen Wegeknick, zog schnurgerade über die Äcker zum alten Hirtenhaus und dann weiter nach Münkeboe.

Parallel zur Straße fließt der Oberlauf der Maar, welche hier „Sieler“ oder „Siller“ heißt. Das Grünland westlich von Koldehörn zwischen Straße und Uiterweg ist der „Deller“. Die Fennen, welche zwischen dem Sieler und der Ehe liegen, waren früher Heide.

Die Höfe und Häuser stehen auf Warfen, welche vor Zeiten auf dem Rande der Geest und des Moores aufgetragen wurden. Besonders im östlichen Teil Upendes ist unter den Warfen oft eine starke Moorschicht vorhanden. An solchen Stellen sind bei Bauarbeiten besonders tiefe Ausschachtungen erforderlich. Wer von Süden, vom Uiterweg aus, die Dorfreihe betrachtet, erkennt sehr schön das zusammenhängende Bild der Warfen, auf denen die Häuser stehen. Die Ortslage ist aus der Anlage ersichtlich.

3.5 Die Kolonate hinter den Oldeborger – Upender Äckern

Der alte Postweg von Aurich nach Norden führte von Victorbur herkommend durch Oldeborg nach Fehnhusen, bog in der Mitte dieser Ortschaft nach Nordwesten ab, um nach weiteren 3 Kilometern Marienhafe zu erreichen. Die Strecke von Fehnhusen bis Marienhafe wird der „Wildeackerweg“ genannt, weil er über die „Wilden Äcker“ ging, die selbst noch vor 100 Jahren nicht alle kultiviert waren. Hier fand 1427 das Treffen zwischen Ocko tom Brok und Focko Ukena statt, durch das das Haus tom Brok aus der Geschichte verschwand.

Zwei Kilometer nördlich von Fehnhusen wird dieser alte Heerweg vom Siegelsumer Moorweg gekreuzt, der von den Eingesessenen benutzt wurde, um zu ihren Torfstichen zu gelangen, welche im Moor nördlich von Upende lagen (37).

Die älteste Ansiedlung am Moor dürfte der herrschaftliche Platz „Moorburg“ gewesen sein, der als Heuerstelle 1740 im Intradenbuch der Osterpastorei verzeichnet ist, und der auch schon 1719 im Kopfschatzungsregister erscheint (41). Die ersten Kolonisten haben ihr Land um 1766 von Oldeborger Bauern in Erbpacht erhalten. Nach dem Erlass des Preußischen Urbarmachungsediktes vom 22. Juli 1765 und dem Erlass vom 17. Januar 1770 schloss die Kriegs‑ und Domänenkammer zu Aurich mit siedlungswilligen Bewerbern Erbpachtverträge ab. Die Kolonate waren recht klein, ihre Größe belief sich auf 1‑4 Diemat. Es muss ein hartes Leben für die Kolonisten gewesen sein, und oft haben die Besitzer dieser Anwesen gewechselt. Immerhin lagen sie an einem Weg, auf dem sie sowohl nach Engerhafe als auch nach Marienhafe gelangen konnten. Wenn auch der Zustand der Wege miserabel war, waren die Siedler „achter Ackers“ verkehrsmäßig doch ein wenig besser gestellt als ihre Standesgenossen im Moor von Moorhusen und Münkeboe. Noch bis 1960 waren die Wege in diesem Teil der Gemeinde Oldeborg in ihrem alten Zustand. Im Winter und bei sommerlichen Regenperioden war die Verbindung zur festen Gemeindestraße, zur Kirche und zur Schule außerordentlich schlecht. Deshalb hat die Gemeinde Oldeborg als eine ihrer ersten Straßenbaumaßnahmen 1959 die jetzige Moorburgerstraße mit einer festen Straßendecke aus Betonpflastersteinen versehen lassen. Etwas später, nach Überwindung örtlicher Schwierigkeiten, konnte auch der Oldeborger Moorweg zur festen Straße ausgebaut werden. Die schlechten Verkehrsverhältnisse gehörten der Vergangenheit an (42). Zur Übersicht über die örtliche Lage ist die Anlagen  beigefügt.

4. Die Kirche und ihre Pfarrer

Den im Originaldokument stehenden Bericht hat Martin Wilken im Ortssippenbuch Engerhafe sehr viel ausführlicher unter dem gleichen Namen veröffentlicht und ist ebenfalls auf unserer Internetseite zu finden.

5. Die Schulen und ihre Lehrer

Seit wann in Engerhafe Schule gehalten wird, ist urkundlich nicht belegt. Es darf aber angenommen werden, dass bald nach der Reformation auch in Engerhafe eine Schule eingerichtet worden ist, die von den Kindern aus dem ganzen Kirchspiel besucht werden sollte (48). Das Schulhaus stand vor der Kirche, viele Kinder hatten einen weiten Weg zurückzulegen, um zur Schule zu kommen. Ein regelmäßiger Unterricht war für die meisten Kinder kaum möglich. Hinzu kam, dass sie oft in den Sommermonaten ihren Eltern bei der Arbeit helfen mussten (49). Jedoch scheinen weite Wege damals kein besonders großes Hindernis für den Schulgang gewesen zu sein. In einem Visitationsbericht aus dem Jahre 1704 heißt es, dass Anno 1700 die Engerhafer ihre Kinder nach Siegelsum zur Schule schickten, weil der Schulmeister in Engerhafe wegen hohen Alters ‑ er war damals 76 Jahre alt ‑ dem Schuldienst nicht mehr gewachsen war (50).

Nach dem Inventarium der Hauptschule zu Engerhafe aus dem Jahre 1807 (51) war das Schulhaus 72 Fuß lang und 33 Fuß breit, hatte also eine Grundfläche von rd. 75 Quadratmetern. In diesem Haus befanden sich die Schulstube, eine Küche, eine Kammer und noch eine kleinere Stube. Daran war noch eine Scheune angebaut. Zum Inventar gehörten zwei Gärten, ein Torfmoor und drei Diemat Meedeland. Das Einkommen des Lehrers wurde 1807 einschließlich der Naturalien auf 318 Reichstaler, 5 Stüber 15 Witt veranschlagt. Die Schulstube war ausgestattet mit 4 Tischen ‑ 3 große und 1 kleiner ‑ 7 Bänken, 1 Ofen und 1 Brett, welches höchst wahrscheinlich als Wandtafel diente. Diese alte Schule wurde 1856 durch einen Neubau ersetzt, der bis 1937 benutzt wurde. Dann erbaute die Gemeinde eine neue zweiklassige Volksschule am Achterumswege.

In der preußischen Zeit wurde immer stärker darauf geachtet, dass die Kinder ihrer Schulpflicht nachkamen. Ein regelmäßiger täglicher Gang nach Engerhafe war für die Kinder, die in Upende und in den nun auch entstehenden Moorkolonien Münkeboe und Moorhusen wohnten, sehr erschwert. Daher baten am 12. Januar 1760 die Einwohner aus Upende die Königliche Regierung um Genehmigung, eine Nebenschule einrichten zu dürfen. 1764 wurde der erste Nebenschullehrer, Jann Reeners aus Engerhafe, angestellt. Die Schule wurde teilweise in Oldeborg, teilweise in Upende, in einer angemieteten Kammer gehalten. Erst 1775 konnten die armen Gemeinden Oldeborg und Upende ihr erstes Schulhaus bauen. Es stand am Uiterweg. Von diesem alten Schulhaus berichtet das Inventarium von 1807:

„Die Oldebörger Nebenschule bestehet aus einem kleinen Hause und Garten; stehet ohngefähr mitten im Dorfe; die Schulstube, welche sich vorne im Hause befindet, ist pl./m. 17 Fuß Quadrat (5 Quadratmeter). Die Küche pl./m. 12 Fuß Quadrat (ca. 3 Quadratmeter) woselbst sich auch in Verbindung mit dein Hause eine kleine Scheune befindet.“ An Inventar war vorhanden: 7 Bänke, 3 Tische, 1 Ofen.

Das Einkommen des Lehrers war mit 60 Reichstaler veranschlagt. Diese alte Nebenschule bestand bis 1849. Dann baute die Schulgemeinde Oldeborg/Upende eine neue Schule, bestehend aus einer Lehrerwohnung mit Scheune und einem 56 Quadratmeter großen Klassenzimmer. 1875 wurde die Oldeborger Schule von der in Engerhafe getrennt und war seitdem eine selbständige Volksschule (53). Doch auch dieser Klassenraum genügte bald nicht mehr den immer größer werdenden Ansprüchen. Deshalb erbaute der Schulverband (54) 1895 einen neuen und größeren Schulraum, der 1907 um ein weiteres Klassenzimmer ergänzt wurde. Das damals errichtete Gebäude steht auch heute noch an seiner Stelle, wurde aber 1954 und 1966 durch weitere An‑ und Umbauten ergänzt.

Die Schule in Oldeborg wird heute noch als Grundschule gebraucht, während die in Engerhafe aufgehoben wurde. In Engerhafe ist im ehemaligen Schulhaus ein Kindergarten eingerichtet worden.

5.1 Lehrer an der Schule zu Engerhafe

Um 1547‑1559 Arnolduso soll ein ehemaliger Mönch aus dem Kloster Ihlow gewesen sein. Erscheint in den (55) Jahresrechnungen als Organist.

1592‑1630 Jost Johannes van Dinghlage, Koster tho Engerhaue, Organist to Engerhove, Schoeldeener tho Engerhaue. Erscheint unter diesen Bezeichnungen in den Jahresrechnungen von 1591‑1616 und in Schuldverschreibungen der Armenkasse 1611, 1617.

1633‑1669 Meister Wübbe Frebens, Coster u. Scholmeister (lt. Kirchenrechnungen)
1670‑1705 Frerich, auch Fridrich Tammen, / 16. August 1706
1700‑1705 Johann Davids, Interims‑Schulmeister, weil Tammen nicht mehr
dienstfähig war (56)
1705‑1748 Cornelius Frerichs Tammen (57)
1749‑1771 Enno Janßen (58)
1771‑1782 Jürgen Wilhelm Fastenau
1782‑1783 Hinrich Caspar Cramer (Interims‑Schulmeister)
1783‑1827 Valentin Ocken Ostermann
1827‑1856 Emme Garrelts Ostermann
1857‑1889 Harbert Martens Kaiser
1889‑1931 Reiner Dirksen Haneborger
1931‑1951 Heinrich Neumann, 1. Lehrer
1924‑1942 Dora Seeba, Lehrerin

5.2 Lehrer an der Schule zu Oldeborg (59)

1764‑1770 Jann Reenders, Nebenschulhalter
1772‑1775 Lorentz Müller
1775‑1777 Valentin Ocken Ostermann
1777‑1785 Johann Renken Bruns
1785‑1792 Eibo Harms
1792‑1799 Hermann Fastenau
1801 Weyert Schwitters ‑ einige Monate
1801‑1839 Ecke Mennen Eilers, Lehrer
1839‑1840 H. J. S. Bruns
1840‑1887 Peter Oltmanns Lubinus
1887‑1889 Heye Lichtsinn
1890‑1893 Heinrich H.R. Bohlen
1893‑1903 Jann Berghaus
1903‑1904 Focke, Lehramtskandidat
1904‑1934 Lammert Harms, 1. Lehrer
1909‑1912 Otto Hartmann, 2. Lehrer
1912 Heinrich Friedrich Schäfer, 2. Lehrer (6 Monate)
1912‑1919 Schütte, 2. Lehrer
1919‑1921 Jann Stein, 2. Lehrer
1921‑1934 Ecke Willms Tammen, 2. Lehrer
1935‑1945 Ecke Willms Tammen, 1. Lehrer
1934‑1937 Natje, Schulamtsbewerber
1937‑1937 Ernst August Becker, 2. Lehrer

6. Schlusswort

Diese Arbeit endet mit dem Jahr 1939, weil bis dahin die Entwicklung der Gemeinde und das Leben ihrer Bürger relativ ungestört in den überlieferten Formen verlief. Das änderte sich nach Kriegsende schlagartig. Durch die aus dem Deutschen Osten vertriebenen Menschen stieg die Zahl der Einwohner stark an. Seit 1950 entstanden immer mehr neue Wohnhäuser, die dem ursprünglich bäuerlichen Charakter der Ortsbebauung ein ganz anderes Gesicht gaben. Wurden diese Neubauten in den ersten Jahren noch im Stil der Landarbeiter‑ und Warfhäuser mit Stall undGarten angelegt, so baute man später reine Wohnhäuser, modern eingerichtet und nur mit einem Ziergarten umgeben. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.

Auch haben sich die politischen Landgemeinden in einem Maße vergrößert, das früher unvorstellbar war. Die kleinen Kommunen, die unter der Hannoverschen Regierung eingerichtet und zum größten Teil bis 1972 bestanden haben, waren den Anforderungen unserer Zeit gewiss nicht mehr gewachsen. Deshalb schlossen sich bereits 1938 die Ortschaften des alten Kirchspiels Engerhafe zu der größeren Gemeinde Oldeborg zusammen, welche den damals gehegten Erwartungen durchaus entsprochen hat. 1972 wurden die heutigen Großgemeinden geschaffen, über die unsere Nachfahren ihr Urteil abgeben werden.

Die Vergangenheit ist das Fundament der Gegenwart ‑ auch im kommunalen Bereich. Deshalb wird in dieser Schrift das Kirchspiel als Vorläufer der Landgemeinden in Ostfriesland behandelt, denn über diese Institution ist, soweit dem Verfasser bekannt, bisher noch nichts oder nur sehr wenig berichtet worden.

7. Anmerkungen, Quellen und Schrifttum

Benutzte Abkürzungen:
AKE    = Archiv der Kirchengemeinde Engerhafe
OLBK = Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse, Aurich
OUB    = Ostfriesisches Urkundenbuch
StAA   = Niedersächsisches Staatsarchiv Aurich

Anmerkungen

1. OUB, 1, 24.
2. J. W. Buma, S. 46‑48.
3. OUB, 1, 234.
4. OUB, 1, 404. ‑ „have“, „hove“ = das geistliche Anwesen; „bur“ = Ansiedlung der Bauern.
5. OUB, 1, 443.
6. 1. König, S. 205 ff.
7. Die mächtige Granitquaderkirche in Sillenstede wurde für etwa 50 Bauernfamilien errichtet. (Frdl. Mitt. von Dr. H. Ramm).
8. M. Smid, S. 51‑52
9. Th. Klugkist, S. 23.
10. AKE, Registratur Aktz. 5132.
11. J. König, S. 206.
12. vgl. W. Ebel.
13. J. König, S. 158 ff.
14. C. H. Stürenburg, S. 84 ff.
15. J. König, S. 206.
16. StAA, Rep. 4 C I g 59.
17. Th. Pauls, S. 41.
18. StAA, Rep. 4 B II p 64.
19. Ebd.
20. StAA, Rep. 26a 16 Nr. 2570.
21. AKE, HS. 1, KR. 11, KR. 12.
22. AKE, KR. 1 1 S. 7a‑8.
23. StAA, Rep. 4 B II p 64.
24. StAA, Rep. 4 B IVa 142.
25. OLBK, F B 3‑74.
26. StAA, Rep. 237 Nr. 75‑89.
27. „beheerdisch“ = die dem „Heerd“ (Bauernhof) angepachteten und geschlossen mitgenutzten Pachtländereien, hier der Engerhafer Kirche.
28. Th. Klugkist, S. 23 ff.
29. B. Hagedorn, S. 2.
30. Ebd., S. 261.
31. Vgl. M. Wilken, Drost Humes Platz
32. StAA, Rep. 85 Nr. 14.
33. StAA, Rep. 244 A 3221.
34. StAA, Rep. 4 B II p 64.
35. vgl. H. Wiemann, Studien zur Entstehung der Häuptlingsherrschaft. S. 59 f.
36. St.AA, Rep. 4 B Wa 110 Bl. 78.
37. M. Wilken, Torfmoore.
38. OUB, 11, 1005.
39. C. H. Stürenberg, S. 85.
40. H. van Lengen, S. 13 Anm. 13.
41. StAA, Rep. 4 C I g 59.
42. M. Wilken, Gemeinde Oldeborg, S. 89 ff.
48. Über das ältere Schulwesen, insbes. Kirchspielschulwesen, vgl. P. G. Bartels, S. 41‑55; Engerhafe A. 45. vgl. auch M. Wilken, Die Schulen des Kirchspiels Engerhafe S. 3‑9.
49. Auf ein beachtliches Niveau des Unterrichts deutet die Lektüre des Hemme Hayen, Hausmannssohn in Engerhafe, geb. 1633 hin. vgl. W. Hollweg, S. 216. (frdl. Mitt. v. Dr. H. Pamm).
50. vgl. H. Drees.
51. AKE, HS. 4.
52. Ebd.
53. Grundschule Oldeborg, Schulchronik Oldeborg, S. 13.
54. S. J. Meyer‑Abich, S. 112‑113 und S. 127.
55. vgl. Anm. 48.
56. vgl. H. Drees.
57. AKE, Kirchenbuch 1713‑1754, Kb.‑1 2.
58. Grundschule Oldeborg, Schulchronik Engerhafe S. 30, vgl. M. Wilken, die Schulen des Kirchspiels E. S. 25‑20.
59.. Grundschule Oldeborg, Schulchronik Oldeborg S. 97.
60. StAA, Rep. 4 B IVa 142.
61. distrahieren ‑ auseinanderziehen ‑ trennen, Duden 14. Aufl. S. 205.
62. StAA, Rep. 4 B IVa 110.
63. Ebd.
64. Ebd.
65. Ebd.
66. Ebd.
67. Ebd.
68. vgl. M. Wilken, Drost Humes Platz.
69. StAA, Rep. 6 Nr. 507, Bl. 35‑37
70. StAA, Rep. 6 Nr. 507, Bl. 74.

Quellen und Schrifttum

Ungedruckte Quellen:

Nieders. Staatsarchiv Aurich: Dep. 1 Nr. 4147, Rep. 4 B II p 64, Rep. 4 B IV a 107, Rep. 4 B IV a 110, Rep. 4 B IV a 142, Rep. 4 C I g 26, Rep. 4 C I g 44, Rep. 4 C I g 51, Rep. 4 C I g 59, Rep, 5 Nr, 539, Rep. 6 Nr. 507, Rep. 26a 16 Nr. 1570, Rep. 85 Nr. 14, Rep. 237 Nr. 75‑89, Rep. 244 A 3221.
Archiv der Kirchengemeinde Engerhafe: ‑ Registratur Aktz.: 110 u. 5132, Kirchenheuerregister HS. 1, Kirchenrechnungen KR. 1 1, KR. 1 2, Intradenbücher HS. 1, Inventarium 1757, 1765, HS. 4, Kirchenbuch 1713‑1754, Kb. I, 2.
Ostfries. Landschaftl. Brandkasse, Aurich: Beitragskataster F I B 3‑74.

Gedruckte Quellen:

Ostfriesisches Urkundenbuch Bd. I und II, Hrsg. v. Ernst Friedländer, Ernden 1878, 1881. Bd. III, Hrsg. v. G. Möhlmann, Aurich 1974.
Buma, W.: Die Brokmer Rechtshandschriften. ’s Gravenhage 1949.
Ebel, W.: Ostfriesisches Bauerrechte. Aurich 1964.

Schrifttum:

Bartels, P.G.: Entstehung und Dotation der ostfriesischen Landschulen. In: Ib. d. Ges. f. bildende Kunst u. vaterl. Altertümer zu Emden Bd. 8, 1888.
Drees, H.: Kirchen‑ und Schuldienst zu Engerhafe um 1700. In: Unser Ostfriesland, Beilage der Ostfriesen‑Zeitung, Nr. 2 vom 2. Februar 1954.
Hagedorn, B.: Ostfrieslands Handel und Schifffahrt vom Ausgang des 16. Jahrhunderts bis zum Westfälischen Frieden (1580‑1648). Berlin 1912.
Hollweg, W.: Geschichte des älteren Pietismus in den reformierten Gemeinden von ihren Anfängen bis zur großen Erweckungsbewegung (um 1650‑1750), Aurich 1978.
Klugkist, Th.: Siedlungsgeschichte des Dorfes Engerhafe. In: Jb. d. Ges. f. bildende Kunst u. vaterl. Altertümer zu Emden, Bd. 56, 1976 (‑ Friesisches Jb. 1976), S. 20‑40.
König, J.: Verwaltungsgeschichte Ostfrieslands bis zum Aussterben seines Fürstenhauses. Göttingen 1955.
van Lengen, H.: Geschichte des Emsigerlandes. Teil I. Aurich 1973.
Meyer‑Abich, S.J.: (Hrsg.) Jann Berghaus erzählt, Aurich 1967.
Pauls, Th.: Aus dem Pfarrarchiv einer ostfriesischen Landgemeinde.(Abhl. u. Vortr. zur Geschichte Ostfrieslands. H. 12) Aurich 1910.
Reershemius, P.F.: Ostfriesisches Prediger‑Denkmahl. Aurich 1796.
Reimers, H.: Ostfriesland bis zum Aussterben seines Fürstenhauses. Bremen 1925.
Smid, M.: Ostfriesische Kirchengeschichte (Ostfriesland im Schutze des Deiches Bd. 6) Pewsum 1974.
Stürenburg, 0.H Beschreibung des Amtes Aurich quoad politica et ecclesiastica, Anno 1735 abgefasst von Amtmann C. H. Stürenburg, herausgegeben von Ufke Cremer. Aurich 1933.
Wiemann, H.: Studien zur Entstehung der Häuptlingsherrschaft. In: Jb. d. Ges. f. bildende Kunst u. vaterl. Altertümer zu Emden Bd. 44 (1962).
Wilken, M.: Gemeinde Oldeborg Landkreis Aurich 1938‑1972. Manuskript im Staatsarchiv Aurich (M 10 Nr. 1770) u. in der Bibliothek d. Ostfriesischen Landschaft
Wilken, M.: Drost Humes Platz auf Uiterdiek zu Engerhaf. Manuskript im Staatsarchiv Aurich (M 10/707)
Wilken, M.: Die Schulen des Kirchspiels Engerhafe vom Ausgang des 15. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Manuskript im Staatsarchiv Aurich (M. 10/712)
Wilken, M.: Die Torfmoore des Kirchspiels Engerhafe im 16. und 17. Jahrhundert. Manuskript im Staatsarchiv Aurich (M 10/714).

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