Jesu Einzug in Jerusalem

IMG_20170409_111440Einige Wochen vor Ostern stand ein Tisch mit einem Sandkasten im Eingangsbereich der Kirche, auf dem die Kinder vom Kindergottesdienst, den Einzug von Jesus Christus, am Palmsonntag in Jerusalem, nachgestellt hatten. Bestandteile der Szenerie waren auch der Garten Gethsemane, die Kreuzigung und die Grablegung von Jesus.

Die Gottesdienstbesucher konnten sich anschauen mit welchen Themen die Kindergottesdienstkinder sich beschäftigt hatten. Es waren dieselben Themen die um Ostern herum auch Bestandteile des Gottesdiensts waren.

IMG_20170409_111010Es gibt noch etwas in unserer Kirche, das uns den Einzug Jesu in Jerusalem, einige Tage vor seiner Kreuzigung, veranschaulicht. Es ist ein Bild, das lange im Chorraum der Kirche gehangen hat und jetzt hier an der Nordwand hängt. Prof Kiesow hat es in seinem Architekturführer Ostfriesland, in das 17. Jahrhundert datiert, aber tatsächlich ist es 200 Jahre jünger.

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Als Peter Freimuth und ich das Bild seinerzeit umhängten, haben wir einen Blick auf die Rückseite geworfen und dort stand:

„1809 Im Monat Oct schenkte der Herr H. Riekena aus Norden dieses Schidlein der Engerhafer Kirche, im Andenken an seinen Freund Ostermann.“

Wer Herr Riekena aus Norden ist, weiß ich jetzt nicht aber der Freund Ostermann ist mit großer Sicherheit der ehemalige Lehrer und Organist Valentin Ocken Ostermann, der von 1776-1777 Lehrer in Oldeborg und von 1783-1827 Lehrer in Engerhafe war.

Der Name Ostermann könnte durchaus mit dem christlichen Osterfest und damit dem Einzug in Jerusalem in Verbindung gebracht werden, aber in der Regel bezeichnet es einen im Osten wohnenden und tatsächlich stammte er aus Ostersander.

Martin Wilken hat in seinem Aufsatz über die Schulen von Engerhafe und Oldeborg mehrfach über Valentin Ostermann geschrieben. Er schreibt z. B.: „Die alten Lehrer, bis Valentin Ostermann, hatten ihren Dienst bis an ihr Lebensende ausgeübt. Den Küsterdienst hat noch R. Haneborger versehen. Ab 1931 war der Lehrer nur noch Organist an der Kirche. 1966 wurden die Schulen zu Engerhafe und Oldeborg zu einem Schulsystem vereinigt. […] Als am 30. Juni 1970 in Moorhusen der Unterricht an der neuen Mittelpunktschule begann, wurde die Schule in Engerhafe geschlossen. Günter Hensel übernahm als Hauptlehrer die Grundschule in Oldeborg. Hensel war auch der letzte Lehrer, der den Organistendienst in der Kirche versah. Dieses Amt hat er bis 1975 wahrgenommen. Seitdem hat die Kirche keinen Lehrer als Organisten mehr. Eine alte und lange Tradition hat durch die neuen Verhältnisse ihr Ende gefunden.“

Gerd Lücken

Vorstellungsgottesdienst der Konfirmanden 2017

In dem Abendgottesdienst am 05.03.2017 stellten sich die Konfirmanden und das was sie im Konfirmandenunterricht gelernt hatten, eindrucksvoll vor.

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Die Konfirmanden, im Halbkreis, im Altarraum der Kirche.

Als Leitthema diente ihnen der 23. Psalm: „Der HERR ist mein Hirte“. Sie übertrugen den Luthertext in eine für sie umgängliche Sprache. Die Konfirmanden legten ihn aus ihrer Sicht heraus aus und erklärten, was er für ihr Leben bedeutet.

Diakonin Sandra Stelzenberger, die die Konfirmanden das letzte Jahr betreute, hatte den Vorstellungsgottesdienst mit den Konfirmanden perfekt geplant und eingeübt.

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Mitarbeiterfest 2017

Am 14.01.2017 fand das Mitarbeiterfest der Kirchengemeinde Engerhafe statt. Die haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeiter aus der Kirchengemeinde waren durch den Gemeindebrief dazu eingeladen worden.

Der Vorsitzende des Kirchenvorstands begrüßte die Anwesenden, er sprach davon dass die Kirchengemeinde reich beschenkt ist, mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die ihre ehrenamtliche Arbeit in den Dienst der Gemeinde stellen. Und damit sei klar, dass diese kirchliche Ehrenamtsarbeit, nicht für die Landeskirche, nicht für den Pastor, nicht für den Kirchenvorstand, sondern für das Gemeindeglied hier in Engerhafe geleistet wird. Darum bedankte er sich bei allen anwesenden Mitarbeitern, im Namen der Mitglieder der Kirchengemeinde für die geleistete Arbeit.

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Im Bezug auf das Kirchliche Ehrenamt sprach er davon dass das kirchliche Ehrenamt in der Tradition der urchristlichen Gemeinde steht, in der sich Menschen aus ihrem Glauben heraus engagierten. Damit sei die Frage geklärt warum kirchliche Ehrenamtliche das machen. Sie stellen sich abseits der Ich-Gesellschaft und engagieren sich, aus dem Glauben an Jesus Christus heraus, für die Mitmenschen. Auch würden die Ehrenamtliche der Kirche deutlich machen, wie die Welt vor Ort aussieht. Sie haben den direkten Draht zu den Kirchenmitgliedern. Die Ehrenamtlichen zeigen auf, wo die Defizite der Landeskirche seien und füllen sie auf. Was das alles sei, würde nachher in einem Bilderrückblick gezeigt.

Vor dem Bilderrückblick und dem gemeinsamen Abendessen und Beisammensein sagte Prädikant Johann Barkhoff den Anwesenden seine Gedanken zur Jahreslosung:
„Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ Hesekiel 36,26.

Er sagte unter Anderem: „Ihr sollt endlich klar sehen können und ich will euch wieder aufatmen lassen“ – das könnte eine Übertragung sein, die den Sinn des alten Textes erschließt. Zu wem spricht Gott diese Worte? Er spricht sie auch zu uns. Es liegen 2600 Jahre zwischen dem Propheten Hesekiel und uns. Aber Menschen scheinen doch irgendwie immer ähnlich zu sein.

Ein »Weiter so« kann und darf es nicht geben. Das können wir nahtlos auch auf uns am Jahreswechsel 2016/2017 übertragen. Mit dem Raubbau an der Natur und der Zerstörung des Klimas kann es nicht so weitergehen. Mit der Ungerechtigkeit auch nicht, wie Güter und Chancen ungleich auf der Erde verteilt sind.

….so ist die Jahreslosung eine Verheißung, was bei Gott möglich ist:
neue Herzen und neue Gemüter, aber auch Erinnerung,
worum zu bitten wir nicht aufhören sollten:
um erneuerte Herzen, die für das Leben schlagen,
Menschen, die sich Worte und Schicksale zu Herzen nehmen,
Liebe, die manchmal das Herz schlagen, manchmal auch leiden,
aber vor allem lebendig fühlen lässt und Hände,
die auf oft mehr auf das Herz als auf den Verstand hören und ein Herz, das offen für Gottes Worte bleibt und sie durch die Tage des Jahres bewegt.

Wir werden die Welt nur ein ganz kleines bisschen verändern, auch in diesem Jahr.
Vielleicht werden auch uns selber an irgendeiner kleinen Stelle verändern.
Aber ein neues Herz und einen neuen Geist uns selber geben:
Das können wir nicht.
Wir können nur darauf vertrauen, dass Gott uns verwandelt.
Ein neues Herz und einen neuen Geist schenkt.
Dann werden wir aufatmen können und klar sehen.

Mit Gottes Hilfe.

Altkleidersammlung am 18.02.2017

Die Kirchengemeinde Engerhafe führt am 18.02.2017 eine Altkleidersammlung durch. Diese Altkleiderspende ist für die „von Bodelschwingsche Stiftungen“ in Bethel bestimmt. Die Kirchengemeinde sammelt ein und in der folgenden Woche holt ein Laster die Altkleider ab. Ihre Kirchengemeinde profitiert nicht von dieser Altkleidersammlung, sondern gibt ihre Spende nur weiter. Der Kirchenvorstand möchte dadurch die von Bodelschwingsche Stiftungen unterstützen, bei denen viele leistungsgeminderte Personen Beschäftigung finden.

Siehe auch Beitrag vom 02.01.2016

Einladung zum Mitarbeiterfest 2017

Der Kirchenvorstand möchte sich auch für dieses Jahr wieder, bei allen ehrenamtlichen, nebenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern bedanken, die in der Kirchengemeinde Engerhafe tätig wurden.

Wir wollen Danke sagen fürs Teemachen, fürs Gruppenleiten, für die Leitung der Chöre, für die Musik, fürs Gestalten von Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen, für die Mitarbeit im KiGo, fürs Gemeindebriefaustragen, für tatkräftige Einsätze, fürs Mitdiskutieren, fürs Mitfeiern und vielem anderen.

Bedanken möchten wir uns bei allen, die von außerhalb kommend, im Jahr 2016 an über 50 Sonn- und Feiertagen in unsere Kirche gepredigt haben. Danke sagen möchten wir, dass sich Menschen gefunden haben, die bei uns Konfirmandenunterricht gegeben, getauft, konfirmiert, verheiratet und beerdigt haben.

Am Samstag, den 14. Januar 2017, feiern wir unser Mitarbeiterfest, zu dem wir herzlich einladen. Los geht es um 16.00 Uhr. Wir wollen gemeinsam einen gemütlichen Nachmittag verbringen, den wir mit einem gemeinsamen Abendbrot ausklingen lassen. Thematisch wollen wir uns mit der Jahreslosung für das Jahr 2016 auseinandersetzen:

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Hes 36,26

Um die Feier planen zu können bitten wir, sich bis zum 07.01.2017 anzumelden. Wir würden uns ausserdem freuen wenn viele etwas zum Abendbrot beisteuern könnten.

Wir wünschen allen Gemeindegliedern eine besinnliche Adventszeit, frohe und besinnliche Weihnachtstage und ein gutes neues Jahr 2017.

Der Kirchenvorstand

Herzlich willkommen

Hervorgehoben

2004-03-23-engerhafe018klein… auf unserer Homepage. Wie der Namenspatron unserer Kirche, Johannes der Täufer, so wollen auch wir hinzeigen auf Jesus Christus. Über Johannes den Täufer sagt der Prophet Jesaja: »Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Steige eben! Alle Täler sollen erhöht werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden; und was krumm ist, soll gerade werden, und was uneben ist, soll ebener Weg werden, und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen. «

Dazu wollen wir beitragen, mit unserem Gemeindeleben und auch mit dieser Internetseite, auf der Sie alle Informationen über unsere Gottesdienste, Gruppen und Kreise finden.

Volkstrauertag 2016

Am diesjährigen Volkstrauertag, hatten sich, wie in all den vorausgegangenen Jahren, wieder Menschen in der Kirche in Engerhafe und danach an den Mahnmalen auf dem Friedhof versammelt, um der Opfer von Gewalt und Krieg zu gedenken. Anwesend waren unter Anderen, die Freiwillige Feuerwehr aus Oldeborg, Vertreter aus der Politik und von Vereinen, insbesondere des Vereins Gedenkstätte KZ-Engerhafe.

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Bei den Mahnmalen wurde die Worte zum Totengedenken vom Ortsvorsteher Frerich Hinrichs und dem Mitarbeiter der Kirchengemeinde Daniel Reck gesprochen.

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Die Gemeinde Südbrookmerland, vertreten durch Politiker aus dem Ortsteil, die Freiwillige Feuerwehr Oldeborg, der Verein Gedenkstätte KZ-Engerhafe und die Kirchengemeinde Engerhafe, legten Kränze an den Mahnmalen ab.

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Vorher wurde die Gedenkrede zum Volkstrauertag, vom Vorsitzenden des Kirchenvorstands Gerd Lücken, noch in der Kirche gehalten. In seiner Gedenkrede sprach er davon, dass auf dem Friedhof der Kirchengemeinde zwei Mahnmale stehen. Auf dem einen Denkmal stehen 140 Namen, die der Kirchengemeinde bekannt seihen, sie sollen an die Gefallenen der beiden Weltkriege aus der Kirchengemeinde erinnern, die in ganz Europa begraben liegen.

Auf dem Anderen stehen 189 Namen, es sind die Opfer des KZ’s, das hier in Engerhafe stand, sie starben innerhalb von zwei Monaten und wurden hier in Engerhafe begraben. Ihre Namen wären für die Gemeindeglieder fremd, denn sie stammen aus 14 verschiedenen Ländern aus ganz Europa.

Er redete von der Sprachlosigkeit der Dorfbewohner nach dem Krieg, die über ihre Erlebnisse aus dem Krieg und den Gewaltexzessen im KZ, das sich im Ort befand, nicht reden konnten. Von außerhalb wurde dieses Gedenken an die schlimme Zeit, immer wieder in den Ort hineingebracht.

Zum Schluss sprach er, mit Worten von der Kirchenrätin Christine Busch, von den Lehren, die er aus den beiden Kriegen ziehe:

Nie wieder darf Kriegsdienst zu Gottesdienst werden, Kirchen dürfen Krieg nicht theologisch rechtfertigen, und Europa muss ein Friedensprojekt bleiben. Unser theologischer und politischer Auftrag heißt Versöhnung. Die Soldatenfriedhöfe und Gedenkstätten senden eine doppelte Botschaft aus: Niemals vergessen! Und: Niemals wieder ein solcher Krieg! Sie lehren uns auch, die Leiden der Menschen hinter der Front und in der Heimat zu begreifen – auf allen Seiten.