Passionszeit

Ein Mensch wird geboren, von dem es später heißt: Gott hatte seine Hände im Spiel. Er wollte, dass er lebt. Von Anfang an war Gott bei ihm, in ihm – auf geheimnisvolle Weise: ER – ein Kind Gottes.
Und er lebte, um zu predigen mit Worten und Taten. Liebe predigte er, die Liebe zu Gott und zum Mitmenschen. Er heilte, was krank war – und vergab die Schuld der Schuldigen.
Er deckte den Hass der Menschen auf und ließ sie über ihr Leben staunen. Er veränderte Menschen – nicht mit Gewalt oder Drohungen, sondern mit Güte, Barmherzigkeit, Liebe und Verheißungen –
Ja, er konnte auch sehr deutlich werden; er bekannte sich entschieden zum Leben und entschieden gegen alles, was dem Leben widerspricht – er war kein Je-nach-dem-er. Er war die Wahrheit und es gibt nur eine.
Er sagte, er käme von Gott. Aus ihm spräche Gott, sagte er – und es glaubten viele.
Gott sei anders, als gedacht – Gott sei Dank – dass er es sagte.
Er war ein Wunder mitten in der Welt der Realitäten, der Gewalt und der Macht, in der Welt der Gewinner und Verlierer einer, der es nicht nötig hatte, sich ihren Strukturen unter- oder einzuordnen. Er war anders als die Welt – er war eher wie Gott – Himmel war auf Erden durch ihn.
Aber so sehr die Erde sich auch nach Himmel sehnt, so schwer war es für sie, ihn anzunehmen.
Und darauf kommt es an: den Himmel in sich aufzunehmen. Ihn aufnehmen, ihn annehmen. Das schien vielen zu gefährlich. „Der bringt alles durcheinander! Unsere Werte, unsere Wahrheiten, unsere Ordnung. Meine Werte, meine Wahrheiten, meine Ordnung!” Und so kommt, was kommen musste: Er muss gehen, für immer – so wollen sie es. Und das führt ihn ans Kreuz.
dornenkrone
Die Passionszeit liegt vor uns. Alltägliches, aber auch Besinnung und Unterbrechung – es still werden lassen – still Fredag – schweigen – fühlen – nachfühlen – dem Leid der Welt nachfühlen – Augen haben für das Kreuz.
Gut, wenn da für Augenblicke nichts ist, was die Stille so übertönen könnte, dass wir vergessen würden, dass das Leid der Welt von Augenblick zu Augenblick Menschen verstummen lässt.
Nur Schreie, manchmal stumme Schreie, durchbrechen fragend die lähmende Ruhe – „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Das Kreuz auf Golgatha – Fluchtpunkt alles menschlichen Leides –
Symbol der Tode, die Menschen sterben.
Symbol des Leids, das Menschen erleiden.
Symbol für durchkreuzte Hoffnungen –
Wir sagen: Wir müssen alle unser Kreuz tragen –
dieser dort auf Golgatha ist darin unser Bruder.
Claus Dreier

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Kirchen gedenken Opfern des Nationalsozialismus

Gemeinsamer Gottesdienst am kommenden Sonntag in Engerhafe / Veranstaltung soll jährlich wiederholt werden. 
Engerhafe. Am kommenden Sonntag treffen sich die Kirchgänger aller lutherischen Kirchengemeinden in Südbrookmerland zu einem Regionalgottesdienst in Engerhafe. Anlass ist, wie berichtet, der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Wie Pastor Claus Dreier mitteilt, wird dieser Tag seit 1996 begangen und ist bundesweit gesetzlich verankert. Er erinnere an den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau.
Durch das 1944 dort betriebene Konzentrationslager habe Engerhafe eine besondere Nähe zu den Gräueltaten der Nationalsozialisten, dies habe zu der Entscheidung zum Regionalgottesdienst beigetragen. „Hier, an dem Ort in Südbrookmerland, an dem in besonderer Weise die Unmenschlichkeit der Täter sichtbar geworden ist, wollen die Kirchengemeinden der Region daran erinnern“, so der Pastor. Dies geschehe in dem Sinne, wie es 1996 der damalige Bundespräsident Roman Herzog ausgedrückt habe: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“
„Unsere Form des Erinnerns ist der Gottesdienst, den wir nun jährlich in Engerhafe feiern“, so Dreier. Zudem diene der Gedenktag dazu, auf aktuelle Tendenzen von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Menschenfeindlichkeit aufmerksam zu machen.
Der Gottesdienst beginnt am kommenden Sonntag um 10 Uhr in der Kirche in Engerhafe.
Der Gitarrenchor der Gemeinde wird ihn mitgestalten. Die Predigt hält Pastor Dreier.

Gemeindefahrt 2019

Gemeindefahrt 2019 nach Poltersdorf an der Mosel – 15. bis 21. Juli 2019

Nun steht es fest: die Kirchengemeinden Forlitz-Blaukirchen, Wiegboldsbur und zum ersten Mal auch Engerhafe werden vom 15. bis 21. Juli 2019 an die Mosel fahren.
Harms-Reisen bietet uns das Hotel „Vergissmeinnicht“ im idyllischen Weinort Poltersdorf für 595,- Euro (EZ + 70,00 Euro) an.
Auf der Hinfahrt werden wir, wie seit Jahren bewährt, ein gutes Frühstück genießen können; auf der Heimreise dann ein Mittagessen. An weiteren 5 Tagen erkunden wir die Mosel und den Mittelrhein. Wir besuchen Bernkastel-Kues, Traben-Trabach und Zell an der Mosel (inkl. Führungen).
Mit dem Mosel-Wein-Express fahren wir durch Cochem. Mit der Fähre geht es weiter nach Beilstein zur Dorfbesichtigung. Eine Weinprobe ist auch eingeplant im Laufe dieser 7 Tage. Außerdem besuchen wir, ebenfalls mit Reiseleitung, St. Goar und die Loreley, später geht es weiter nach Koblenz zum Deutschen Eck zur Burg Ehrenbreitstein. Mit der Seilbahn schweben wir über das frühere Bundesgartenschaugebiet.
Diese Reise verspricht also unterhaltsam und somit schön zu werden.
Anmeldungen bitte bis 30. April 2019 bei Waltraud Klees (04942 – 4891 oder 0178- 6979731).
Zahlungen bitte bis Ende Juni wie immer ans Kirchenkreisamt Aurich!
Im Preis enthalten sind: Dampferfahrt, Führungen, Reiseleitung, Gebühr für den Mosel-Wein-Express, evtl. Eintritte und natürlich ein Frühstücksbuffet und abends ein 3-Gang-Menü.

Mitarbeiterfest 2019

Herzliche Einladung für alle Mitarbeiter der Kirchengemeinde Engerhafe.
Auch im Jahr 2019 möchten sich der Kirchenvorstand und das Pfarramt wieder für alle Mitarbeit, bei allen ehrenamtlichen, nebenamtlichen und den hauptamtlichen Mitarbeitern bedanken.
Die Kirchengemeinde hat einen reichen Schatz an Mitarbeitern, die sich für viele Aufgaben einbringen und zwar fürs Teemachen, fürs Gruppenleiten, für die Leitung der Chöre, für die Musik, fürs Gestalten von Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen, für die Mitarbeit im KiGo, fürs Gemeindebriefaustragen, für tatkräftige Einsätze, fürs Mitdiskutieren, fürs Mitfeiern und vielem anderen.

Jeder, der für die Kirchengemeinde ehrenamtlich tätig wird, ist herzlich willkommen.

Am Sonntag, den 17. März 2019, feiern wir unser Mitarbeiterfest, zu dem wir alle Mitarbeiter mit ihren Partnern und Partnerinnen herzlich einladen.
Das Pfarramt und der Kirchenvorstand freuen sich, wenn Sie sich als Mitarbeitende einladen lassen und dabei sind. Wir feiern zur gewohnten Zeit einen Gottesdienst und wollen danach ab ca. 11.30 Uhr gemeinsam zu Mittag im Gulfhof Ihnen essen.
Um die Feier planen zu können, bitten wir sie, uns bis zum 15. März 2019 ihre Teilnahme anzumelden und gegebenenfalls auch mitzuteilen, ob Sie etwas zum Imbiss beisteuern möchten, z.B. eine Aufschnittplatte, einen Salat, oder Ähnliches.
Der Kirchenvorstand und das Pfarramt
Andrea Freimuth: 04942/1617

Altkleidersammlung 2019

Wie in jedem Jahr führt die Kirchengemeinde Engerhafe auch 2019 wieder ihre Altkleidersammlung durch. Sie soll am 16.02.2019 stattfinden. Diese Altkleiderspende ist für die „von Bodelschwingsche Stiftungen“ in Bethel bestimmt. Der Kirchenvorstand möchte mit der Altkleidersammlung die von Bodelschwingsche Stiftungen unterstützen, bei denen viele leistungsgeminderte Personen Beschäftigung finden. Unsere Kirchenge-meinde profitiert nicht direkt von dieser Altkleidersammlung, sondern gibt ihre Spende nur weiter.
Kleiderspenden für Bethel werden sortiert und verkauft – teilweise in Bethel selbst, zu einem größeren Teil aber auch außerhalb Bethels. Der Erlös wird für die vielfältigen diakonischen Aufgaben Bethels verwendet. In den letzten Jahren hat auf dem so genannten Altkleidermarkt eine Verschlechterung der Qualität stattgefunden, was dazu führt, dass erhebliche Kosten für die Entsorgung von Lumpen entstehen. Das aber verfehlt das Ziel Bethel zu unterstützen. Bitte bedenken Sie bei ihrer Kleiderspende, daß nur das noch tragbare Kleidungsstück hilft. Ein wichtiges Merkmal wäre: Würde ich das Kleidungsstück tragen, wenn ich es bekäme?
Wie in den vergangenen Jahren, wollen wir die Sammlung mit mehreren privaten PKWs samt Anhängern durchführen. Durch diesen Schritt möchten wir mögliche Gefahren beim Mitfahren minimieren und gewähren einen besseren Schutz im Straßenverkehr für unsere freiwilligen Helfer.
Kleidersäcke erhalten Sie bei den Kirchenvorstehern. Bitte legen sie ihre Kleiderspende gut sichtbar am 16.02.2019 bis 09.00 Uhr am Straßenrand ab.
Sollten Sie zu einem anderen Zeitpunkt, größere Mengen an gebrauchter Kleidung abgeben wollen, so können sie die Kleidung auch an einem Samstag, an dem der Arbeitseinsatz für Friedhof und Gemeindehaus stattfindet, dort abgeben.
Der Kirchenvorstand bedankt sich bei allen Kleiderspendern, die ihre Kleidung zur Verfügung stellen, beim Landwirt, bei dem wir die Altkleider unterstellen können, sowie bei allen Einsammlern, die ihre Freizeit dafür opfern.
Der Kirchenvorstand

Nachruf

Peter Freimuth ist gestorben. Und dabei dachten wir, es gäbe noch mehr gemeinsame Zeit. Weil es undenkbar war, ohne ihn hier Kirche zu sein. Aber nun ist er nicht mehr unter uns. Wir können ihn nicht mehr fragen, und er kann uns nicht mehr aufmerksam machen auf das, was ihm auffällt. Keine schnelle Lösung für ein dringendes Problem von ihm mehr zu erwarten. Nun müssen wir ohne ihn weiter machen. Wir wissen, was wir mit ihm verlieren.
Aber wo wir auch hinschauen, sehen wir seine Handschrift, seine genial chaotische Kreativität, seinen Mut, sein Können – und wir erinnern seine Bescheidenheit: Nur nicht im Mittelpunkt stehen, runter von jeder Bühne, bloß nix sagen müssen. Eher wie die Heinzelmännchen – unsichtbar aber effektiv.

peter freimuth 1987Peter war einer, der eigentlich alles konnte. Probleme waren für ihn Herausforderungen. Arbeit war Freizeitbeschäftigung. Und was er machte, tat er mit Liebe, mit Begeisterung, mit ganzem Herzen.
Ob es die Friedhofsverwaltung war, der Kassettendienst oder die Abrechnung der Finanzen mit dem Kirchenamt in Aurich, er machte es einfach verlässlich gut. Der An- bzw. Umbau des Gemeindehauses war seine Baustelle. Über Jahrzehnte hinweg war er für uns da.
Wir danken Gott für sein segensreiches Leben und Wirken in unserer Kirchengemeinde und wünschen Andrea, Heike und Sven Trost und Vertrauen für die kommende Zeit.
Der Kirchenvorstand

Een ganz persönelken Naroop

Is Heiligabend um 6 Uhr in’t Kark. Ik sit up Örgelböön in letzte Riege van‘t Posaunenchor. Dat spölen fallt mi stur, ik mut mi tosammenrieten um noch‘n anständigen Luut van mi to gäben. Immer weer kiek ik um mi to und ik seh mi daar vandaage ganz alleen in de letzte Rieg. De Mann de daar immer rechts van mi sit, is de neet mehr.

Peter und GerdSit en halven Jahr spölt Peter neet mehr mit. Was stur mit antokieken as he dat letzte mal bi uns to de Übungsabend kwem. He wul‘t noch mal probeern, of he dat ne noch vörnanner kriegen de mit dat Tuba spölen, aber he muss an‘t Ende doch insehen, dat dat ne mehr gung.

Wi van‘t Posaunenchor heben docht, mit sien Krankheit word dat mal wer better, aber vandaage weten wi, he spölt ni wer mit uns. Tegen mi, de Platz, blifft lös.

Bild1

De Pastoor predigt good aber immer wehr swalken min Gedanken of. Un ik wor all trüriger, denn mi wart klar, dat Peter net bloot hier, man ok int Huuskreis net mehr tegen mi siten deit, ok ne biet Vörstand van’d Gulfhofverein und bi de dusend anner Gelegenheiten, war wi mitnanner wassen oder mitnanner wat to doon haren.

 

Een paar Dage later. Ik sit vör’t Fernseher un kik mi een Narichtensendung an. De „bemerkenswerte“ Minschen de van‘t Jahr stürben sünd, woren noch mal wiest. An’t Ende seggt de Narichtenprooter Klaus Kleber den: „Diese Menschen können weiterleben, weil die Welt von ihnen Notiz genommen hat“.

Ik fraag mi: Wer Peter bemerkenswert? Well het von Peter Notiz nammen? De Welt doch woll nee? Aber sien Familie, un ik, un de Posaunenchor, un de Huuskreis, un de Vörstand van‘t Gulfhofverein, un de dusend anner Minschen war he mit to doon har.

De Welt woll nee –  aber de Herr van de Welt het van hum Notiz nammen – un dat is völ wichtiger, denn nu leevt he net bloot in de Gedanken van anner Minschen wieder, nu leevt he wirklich wieder, in dat ewig Riek van de Herr van de Welt.