Gedenkveranstaltung am 21. Oktober 2017

„Warum? – Umgekommen in Engerhafe“,

Zum Gedenken des 73. Jahrestages der Errichtung des Konzentrationslagers Engerhafe, Kommando Aurich-Neuengamme, am 21.10.1944, wird am Samstag, dem 21. Oktober 2017, um 15.30 Uhr im Gulfhof Ihnen, in der Kirche Engerhafe und auf dem Gräberfeld eingeladen. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Claas Brons, Honorarkonsul der Niederlande in Emden.

Beginn im Gulfhof Ihnen in Engerhafe, 15.30 Uhr

Begrüßung durch Ulrich Kohlhoff, 1. Vorsitzender des Vereins Gedenkstätte KZ Engerhafe e.V.
Grußwort des Schirmherrn Dr. Claas Brons
Jantsje Post berichtet über ihren Onkel Riens Westra aus den Niederlanden, umgekommen in Engerhafe am 30. November 1944.
Lilo Kessler berichtet über Michel Grange aus Frankreich, umgekommen in Engerhafe am 9. Dezember 1944.

Gedenken in der Kirche

Begrüßung durch Anika Langer, Pastorin der Kirchengemeinde Engerhafe.
„Warum … “ Motette Op. 74 von Johann Brahms, Singverein Emden, Leitung Gerhard Schoone.
Verlesen der Opfernamen – Entzünden von Kerzen für die Toten.
Gang zum Mahnmal – Schweigeminute und Läuten der Glocken.

Im Anschluss ist Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen beim Tee im Gulfhof Ihnen und zur Besichtigung der Ausstellung zum KZ Engerhafe im historischen Pfarrhaus.

Totenkarren

Bild: Herbert Müller, KZ-Engerhafe-Totenkarren, Aquarell auf Japanpapier, 51 X 67 cm, 1994

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Kirchenvorstandswahlen 2018

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„Alle Jahre wieder“, das ist zumeist das Arbeitsprogramm des Kirchenvorstands. Im jeden Jahr neu werden die Festgottesdienste und die kirchlichen Veranstaltungen der Kirchengemeinde gemeinsam vom Pfarramt und vom Kirchenvorstand geplant und mitgestaltet. Im nächsten Jahr, am 11. März 2018, gibt es allerdings eine nicht jährlich wiederkehrende Veranstaltung. An diesem Tag wird der Kirchenvorstand neu gewählt. Das Ergebnis dieser Wahl wird die Gemeindearbeit in der Kirchengemeinde der folgenden sechs Jahre maßgeblich mit beeinflussen.

Denn es zeichnet sich ab das ein großer Teil des Kirchenvorstands nicht erneut kandidiert. Sie haben schon mehrmalige Wiederwahlen erlebt und sind im Rentenalter oder nähern sich diesem. Das bedeutet, dass viele neue Kandidaten für das Kirchenvorsteheramt die Möglichkeit haben neu in den Kirchenvorstand zu kommen und die künftige Gemeindearbeit mitzugestalten.

Der Kirchenvorstand hat einen entscheidenden Anteil an der Planung des Kirchenjahres aber er beschließt auch die Gottesdienstordnung, die Konfirmandenordnung und eben auch wie es jetzt aktuell passierte, die Läuteordnung der Kirchengemeinde. Außerdem verwaltet er die Finanzen der Kirchengemeinde und trägt die Verantwortung über die Gebäude und Ländereien.

Die Kandidaten sind wichtig für die Kirchenvorstandswahl. Noch wichtiger sind die Wähler. Nur wenn Sie sich an der Wahl beteiligen, können Sie Einfluss nehmen und die Zusammensetzung des Kirchenvorstands mitbestimmen. Notieren sie sich jetzt schon den Wahltermin am 11. März 2018 und wenn Sie verhindert sind oder wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung nicht zum Wahllokal im Gemeindehaus kommen können, nutzen Sie die Briefwahl. Die Wahlbenachrichtigungen für alle die in der Wählerliste eingetragen sind, werden Anfang Februar 2018 versendet.

Gerd Lücken

Zehn Jahre Pilgerweg „Schola Dei“ von Ihlow nach Norden

„Geh mit Gott!“

Jubiläumspilgerweg mit Regionalbischof Klahr

öso. Engerhafe. Marienhafe. Das Pilgern könne auch ein Bild für das menschliche Leben überhaupt sein, sagte Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr in seiner Predigt anlässlich des zehnjährigen Jubiläums Pilgerweg „Schola Dei“ in der Marienkirche in Marienhafe. Beim Pilgern könnten Erfahrungen mit Gott gemacht werden, die im Alltag so nicht möglich seien. „Alle Menschen sind Pilger, unterwegs zur ewigen Heimat!“, so Klahr. Der Pilgerweg mache dies bewusst. „Geh mit Gott! Auf dem Weg haben wir das Ziel immer schon mit im Blick“, so Klahr. Die Sehnsucht nach der Begegnung mit Gott oder nach heiligen Orten lasse den Weg dorthin zu einer Erfahrung des Glaubens werden, sagte der Regionalbischof für den Evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland-Ems. „Wer sich auf einen Pilgerweg begibt, wird immer auf dem Weg verändert.“

Gemeinsam mit knapp 20 Pilgern hatte er sich auf den Jubiläumspilgerweg von Engerhafe nach Marienhafe begeben. In Engerhafe bekam die Gruppe den Reisesegen in einem Gottesdienst zu Beginn des Weges von Pastorin Anika Langer.

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Foto: Bents

Auf dem sechs Kilometer langen Weg lagen zwei Stationen. Das Fehnhuuske in Fehnhusen war gleichzeitig als Tagespflegeeinrichtung auch Station für die Heimatgeschichte. Das Denkmal für die „Schlacht auf den wilden Äckern“ am 28. Oktober 1427 erinnerte an eine der blutigsten Schlachten in dieser Gegend um die Vorherrschaft in Ostfriesland. Pastor Eskil Wohlberg aus Marienhafe nahm dies zum Anlass für eine Betrachtung über das fünfte Gebot „Du sollst nicht töten“ und bezog sich aktuell am 6. August auf den Gedenktag zum Atombombenabwurf auf Hiroshima.

Der Jubiläumspilgerweg endete mit einem Gottesdienst in der Marienkirche in Marienhafe.