Gedanken für April und Ostern

Liebe Gemeinde,
um das Parkplatzproblem bei gut besuchten Gottesdiensten zu lösen und den Gottesdienstbesuchern weite Weg zu ersparen, hat der Kirchenvorstand beschlossen, unter die Kirche eine Tiefgarage mit 50 Stellplätzen zu errichten. Da die Kirche ja auf einer Warft steht, ist darunter genügend Platz für das Vorhaben. Schon in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen…
Ja, liebe Gemeinde, das wär`s doch. Mit dem Auto direkt in den Gottesdienst. Nun habe ich Sie mit der Meldung vom Bau einer Tiefgarage nicht in die Kirche, sondern vielmehr in den April geschickt. April, April. Das war natürlich nicht ernst gemeint. Wir wollen unsere schöne Kirche doch nicht gefährden.
Nun weiß ich ja leider nicht, wann Sie diese Zeilen lesen. Am besten wäre es natürlich, wenn Sie sich den 01. April aussuchen würden. Denn an diesem Tag werden traditionell die Menschen mit Scherzen in den April geschickt. Manchmal sind die Geschichten so abwegig, dass man ihnen schon ansieht, dass sie nur erfunden sein können. Aber manchmal fällt man dann doch darauf rein.
Auch wenn Ostern dieses Jahr nicht ganz auf den 01. April fällt, so kann man doch sagen, dass es irgendwie auch ein Aprilscherz ist, was da passiert. Die Jünger, die mit Jesus umherzogen, erwarteten von ihm, dass er mit Kraft und Macht sein Reich errichten würde. Die Römer würde er aus dem Land vertreiben und stattdessen seine Herrschaft aufrichten. Und was passiert? Jesus wird nicht zum König, sondern zum Verurteilten am Kreuz. Und oben auf dem Kreuz steht auch noch ein Schild mit der Aufschrift „König der Juden“. Welch ein Hohn! Das war es dann also. Wie enttäuscht mussten die Jünger damals gewesen sein. Und dann, drei Tage später, April, April, Jesus ist gar nicht tot.
Er ist von den Toten auferstanden. Er lebt.
Kaum zu glauben, und doch wahr.
Ostern ist natürlich kein Aprilscherz. Weil es eben wahr ist. Ostern zeigt uns, dass Gott ungewöhnliche Wege geht, ganz anders, als wir das von ihm erwartet haben. Dabei aber viel größer und wunderbarer, als wir uns das hätten ausdenken können. Kein Jünger Jesu ist auch nur auf die Idee gekommen, dass Jesus auferstehen könnte. Für sie schien die Sache mit Jesus kläglich am Kreuz gescheitert. Aus, Ende, vorbei. Nach dem Tod kommt nichts mehr…
Doch! Bei Gott kommt da noch etwas. Viel mehr und viel besser als wir uns das vorstellen könnten. Ostern hat Gott die Welt verändert. Denn ohne Ostern würde es uns als Gemeinde und unsere schöne Kirche gar nicht geben. Ohne Ostern wären die Evangelien nicht geschrieben worden und wir hätte unsere Bibel nicht. Ohne Ostern würden Sie diesen Gemeindebrief nicht in den Händen halten.
Daher wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Osterfest und würde mich freuen, mit Ihnen zu feiern: Am Ostersonntag (5. April) haben Sie die Wahl zwischen zwei Gottesdiensten:
um 6 Uhr Gottesdienst zur Osternacht unter Mitwirkung von Arne Langer mit anschließenden Frühstück (zum Frühstück bitte anmelden: 04942/1547) und
um 10 Uhr Familiengottesdienst mit den KiGo-Kindern und dem Posaunenchor und anschließender Ostereiersuche im Pfarrgarten.
Am Ostermontag (6. April) feiern wir um 10 Uhr einen Festgottesdienst mit Abendmahl.
Ihre Anika Langer

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