Herzlich willkommen

Hervorgehoben

2004-03-23-engerhafe018klein… auf unserer Homepage. Wie der Namenspatron unserer Kirche, Johannes der Täufer, so wollen auch wir hinzeigen auf Jesus Christus. Dazu wollen wir beitragen, mit Gottesdiensten, mit unserem Gemeindeleben und auch mit dieser Internetseite, auf der Sie alle Informationen über unsere Gottesdienste, Gruppen und Kreise finden.

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Een ganz persönelken Naroop

Is Heiligabend um 6 Uhr in’t Kark. Ik sit up Örgelböön in letzte Riege van‘t Posaunenchor. Dat spölen fallt mi stur, ik mut mi tosammenrieten um noch‘n anständigen Luut van mi to gäben. Immer weer kiek ik um mi to und ik seh mi daar vandaage ganz alleen in de letzte Rieg. De Mann de daar immer rechts van mi sit, is de neet mehr.

Peter und GerdSit en halven Jahr spölt Peter neet mehr mit. Was stur mit antokieken as he dat letzte mal bi uns to de Übungsabend kwem. He wul‘t noch mal probeern, of he dat ne noch vörnanner kriegen de mit dat Tuba spölen, aber he muss an‘t Ende doch insehen, dat dat ne mehr gung.

Wi van‘t Posaunenchor heben docht, mit sien Krankheit word dat mal wer better, aber vandaage weten wi, he spölt ni wer mit uns. Tegen mi, de Platz, blifft lös.

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De Pastoor predigt good aber immer wehr swalken min Gedanken of. Un ik wor all trüriger, denn mi wart klar, dat Peter net bloot hier, man ok int Huuskreis net mehr tegen mi siten deit, ok ne biet Vörstand van’d Gulfhofverein und bi de dusend anner Gelegenheiten, war wi mitnanner wassen oder mitnanner wat to doon haren.

 

Een paar Dage later. Ik sit vör’t Fernseher un kik mi een Narichtensendung an. De „bemerkenswerte“ Minschen de van‘t Jahr stürben sünd, woren noch mal wiest. An’t Ende seggt de Narichtenprooter Klaus Kleber den: „Diese Menschen können weiterleben, weil die Welt von ihnen Notiz genommen hat“.

Ik fraag mi: Wer Peter bemerkenswert? Well het von Peter Notiz nammen? De Welt doch woll nee? Aber sien Familie, un ik, un de Posaunenchor, un de Huuskreis, un de Vörstand van‘t Gulfhofverein, un de dusend anner Minschen war he mit to doon har.

De Welt woll nee –  aber de Herr van de Welt het van hum Notiz nammen – un dat is völ wichtiger, denn nu leevt he net bloot in de Gedanken van anner Minschen wieder, nu leevt he wirklich wieder, in dat ewig Riek van de Herr van de Welt.

Im Stall meines Opas

Wenn es draußen kalt war und die Feuchtigkeit aus der Luft sich Wege bahnte bis auf die Haut, dann ging ich gerne in den Stall. Ich war noch ein kleiner Junge mit einem ausgezeichnet lieben Opa an der Seite, der drei Kühe hatte und manchmal ein Kälbchen und zwei Schweine.

Im Stall war es warm – über mir der Boden mit dem duftenden Heu und dem Stroh – und der Wind konnte nur durch wenige Ritzen hindurch in meine Burg eindringen. Manchmal, wenn es schneite, blies der Wind sogar etwas Schnee in den Stall. Aber die Wärme und Geborgenheit, die er ausstrahlte, war dadurch nie gefährdet. Das Leuchten der alten Stalllampe tauchte zudem den Raum in ein warmes Licht. Irgendwie war dort Frieden – und immer wenn vom Stall in Bethlehem die Rede ist, erinnere ich mich an den Stall bei meinen Großeltern.

Weihnachten beginnt im Stall. Zwischen Ochs und Esel wird ein Kind geboren. Die Mutter heißt Maria, der Vater Josef. Und die Geschichte, die davon erzählt, stellt das Geschehen noch in einen anderen weiten Zusammenhang. Das Kind, so sagt der Engel, ist der Heiland der Welt. Er ist es, der der Welt Frieden bringen will. Ob er darum wohl im Stall zur Welt kommt? In den Schlössern und Burgen der Könige ist schon mancher Krieg geplant worden. Aber die Macht, die hinter diesem Kind steht, will Frieden! Äußerlichen Frieden sowieso. Schwerter sollen zu Pflugscharen umgeschmiedet werden. Kriege und Gewalt sollen nicht sein, sagt Gott.

Und es geht auch um innerlichen Frieden. Es geht darum, dass Kinder sich nicht fürchten müssen. Kein Kind soll Angst haben vor der Zukunft. Kein Kind soll geschlagen werden oder missbraucht. Niemand soll Kinder quälen. Sie sollen zu Essen, Sicherheit und zu Trinken haben – und Liebe! Sie haben Rechte!
Denn Gott selbst wird ein Kind. Und seit Weihnachten sehen wir in jedem Kind auch das Angesicht Gottes!

Und auch Erwachsene – jeder Mensch, ob Frau oder Mann – sollen Frieden finden, Geborgenheit, sollen Vergebung erfahren und anderen vergeben, sollen teilen, geben und bekommen. Das wäre gut und richtig. So soll die Welt sein. In der Heiligen Nacht ist uns das klar und die Sehnsucht danach wächst.

Ach, hätten wir doch noch diesen Stall meines Großvaters. Diesen Ort der Geborgenheit und des Friedens, der Wärme und des Lichtes. Geheimnisvoll würde sich unsere Sehnsucht ein wenig erfüllen. Und wie Friedensleuchten breitete sich der Schein des Sterns wie ein willkommener Nebel über uns aus, der uns nur noch Augen haben ließe für das Kind in der Krippe.

Weihnachten – immer auch Flucht in den Stall vor der Kälte der Welt mit ihrer Angst und ihrem Schmerz, ihrem Unfrieden und ihrer Feindschaften. Im Stall vergessen wir – wenn auch nur für Augenblicke – was unsere Augen manchmal nicht mehr sehen wollen. Gnädig lässt uns der Schein des Weihnachtslichtes eintauchen in den sehnsüchtig erwarteten Hauch des Friedens.

Die Nacht geht vorübergeht, doch wird sie uns verändern!
Und die Jahreslosung für 2019 bringt uns wieder auf den Weg: „Suche Frieden und jage ihm nach“ Ps. 34,15.

Pastor Claus Dreier

Still is de Nacht

Still is de Nacht, hillige Nacht –
Gott en Mensch, all sein Pracht
söcht kien Tempel, kien Thron un kien Macht.
Find en Stee, de kien en verwacht –
:leggt sük deep in dat Stroh: –

Still is de Nacht, hillige Nacht –
Hoopen warst, lies un sacht.
Kruppt in Elend, dat lüstert un wacht,
up een Drööm, de helpt dör de Nacht.
:Winterdaagens Roos: –

Still is de Nacht, hillige Nacht –
Leevdes Kind, sünner Kracht,
seilt up en Steern un draggt gor kien Fracht.
Kummt van d‘ Himmel in Dod un in Schmacht.
:Oh, wat ’n wunnerlik Nacht: –

Mel.: Stille Nacht (EG 46)
Text: Claus Dreier

Gemeindeadventsfeier 2018

Auch in diesem Jahr wollen wir wieder alle zusammen den Advent feiern, wir wollen gemeinsam singen, auf Gottes Wort hören, Tee trinken und gemütlich beisammen sein. Traditionell findet die Gemeindeadventsfeier am Samstag vor dem 2. Advent statt, dieses Jahr am 08. Dezember um 14.30 Uhr im Gulfhof.
Die KiGo-Kinder werden auch mit dabei sein, ebenso der Posaunenchor. Herzliche Einladung an alle Freunde der Kirchengemeinde.

Adventsfeier 2017

Bild: Gemeindeadventsfeier 2017

Gedenkveranstaltung des Vereins Gedenkstätte KZ-Engerhafe und der Kirchengemeinde Engerhafe

„Es waren 2000…“, das war das Thema der Gedenkveranstaltung zum Gedenken an den 74. Jahrestag der Errichtung des Konzentrationslagers Engerhafe, Kommando Aurich-Neuengamme, am 21.10.1944, das in diesem Jahr am Samstag, den 20. Oktober 2018, um 15.30 Uhr im Gulfhof Ihnen, in der Kirche Engerhafe und auf dem Gräberfeld stattfand.

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Bild: Hans-Ulrich Meyer 

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Dr. Detlef Garbe, Direktor der KZ Gedenkstätte Neuengamme. Nach der Begrüßung durch Ulrich Kohlhoff, dem 1. Vorsitzenden des Vereins Gedenkstätte KZ Engerhafe e.V. und dem Grußwort des Schirmherrn Dr. Detlef Garbe erfolgte ein Bericht von Alwin de Buhr über die Suche nach Häftlingen, die in Engerhafe überlebt haben.
Von zwei überlebenden Häftlingen wurden die Biographien vorgestellt. Dr. Albert Oosthoek, Niederländisches Rotes Kreuz, berichtete über Henrikus Petrus Joannes Verschuur van Ketwich, und Dr. Danuta Drywa, Museum Stutthof, berichtete über Zbigniew Foltynski.

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Bild: Hans-Ulrich Meyer

Im zweiten Gedenkteil in der Kirche, nach der Begrüßung durch Pastor i.V. Claus Dreier, erfolgte die Verlesung der Opfernamen durch Jugendliche aus Engerhafe und Marienhafe. Für die Toten jedes Herkunftsland wurde eine Kerze entzündet, die dann gemeinsam zum Opfergrab getragen wurden.

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Bild: Hans-Ulrich Meyer

In der Kirche gab es einen musikalischen Beitrag durch Jan Holthuis und Freunde mit neu vertonten Geuzenlieder aus dem niederländischen Widerstand, die eindrucksvoll die Situation der damaligen Häftlinge einfing.

Goldene Konfirmation 2018

Am Sonntag den 23.09.2018 wurde in der Engerhafer Kirche die Goldene Konfirmation von zwei Jahrgängen gefeiert. Aufgrund des Wechsels des Schulbeginns im Jahr 1966 vom April auf den September, wurden in dem Jahr zwei neue Konfirmandengruppen gebildet, die dann 1968 konfirmiert wurden. Die erste Gruppe am Gründonnerstag, den 11. April 1968 und die zweite Gruppe am dem Sonntag Rogate am 19. Mai 1968.

Pastor Hajo Müller der 1968 die beiden Jahrgänge konfirmierte, war wie im Vorjahr vom Gottesdienst bis zum nachmittäglichen Tee trinken anwesend und tauschte mit den ehemaligen Konfirmanden Erinnerungen an die damalige Zeit aus.

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Die Gruppe der am 11. April konfirmierten.

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Die zweite Gruppe wurde am 19. Mai 1968 konfirmiert.

Worte für Oktober – November

Liebe Leserinnen und Leser,
die Sängerin Hildegard Knef hat einmal gesungen: „Für mich soll’s rote Rosen regnen”.

Für mich soll’s rote Rosen regnen
Mir sollten sämtliche Wunder begegnen
Die Welt sollte sich umgestalten
Und ihre Sorgen für sich behalten
Das Glück sollte sich sanft verhalten
Es soll mein Schicksal mit Liebe verwalten

Viele von denen, die am Totensonntag den Gottesdienst besuchen, haben etwas ganz anderes erlebt. Die Sorgen hat die Welt nicht für sich behalten. Das Glück – es zerbrach – das Schicksal war nicht nur von Liebe geprägt.

Für mich soll’s rote Rosen regnen – aber: „Das Gras verdorrt, die Blume, die Rose, verwelkt,” so sagt es der Prophet Jesaja. (Jes. 40,8a)

Am Totensonntag denken wir an solche Erfahrungen; daran, dass Menschen, die uns begleitet haben auf unserem Weg, von uns gegangen sind. Voll Trauer und Wehmut schauen wir zurück, vielleicht aber auch schon ein wenig dankbar. Dabei erspüren und fühlen wir die vergehende Zeit und dass auch wir selbst vergänglich und sterblich sind.

“…und ihre Sorgen für sich behalten”- Ja, schön wär’s, aber wir wissen, dass das nicht geht. Der Tod ist Realität. Und der Totensonntag nimmt diese Wahrheit auf.

Zugleich heißt dieser Sonntag aber auch Ewigkeitssonntag: wir denken daran, dass diese Zeit voller Vergänglichkeit umgeben und umfasst ist von etwas, das größer ist, als unser Zeitempfinden und größer auch als unsere Vergänglichkeit: von Gottes Ewigkeit.
Es gibt etwas, das uns hält, auch wenn alles vergeht. Es gibt etwas, worauf unsere Hoffnung sich richtet, mitten in allem Verlust und mitten in aller Trauer.

Für mich soll’s rote Rosen regnen. Zum Schluss singt Hildegard Knef in ihrem Lied:
Für mich soll’s rote Rosen regnen. Mir sollten ganz neue Wunder begegnen.
Mich erinnert das an das Wort des Sehers aus der Offenbarung. Gott spricht: Siehe ich mache alles neu!
Mir sollten ganz neue Wunder begegnen! Ja, das ist auch mein Wunsch – neue Wunder, das neue Wunder sehen, glauben, spüren: das neue Wunder, das den Tod überwindet.

So gibt es in diesen Novembertagen in uns beides: auf der einen Seite Trauer über unsere geliebten Verstorbenen und das Erschrecken über unsere Sterblichkeit – und dann aber auch: ein Spüren und Ahnen, dass wir umfangen sind von der Ewigkeit.

Nun sind mir schon einige Menschen begegnet, die sagen: „Also das mit der Auferstehung, das kann ich nicht glauben und das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.“
Ich kann das verstehen, wenn Menschen sagen: “Nach dem Tod ist das Nichts!“ Wir wissen nicht, wohin wir gehen.

Und doch können wir glauben, dass wir nicht aus der Hand Gottes fallen.
Unsere Zeit wird umfasst von der Ewigkeit. Und dort wartet auf uns eine*r, die/der uns liebt und beim Namen gerufen hat. Ein Richter, der uns in Christus gnädig ansieht. Eine Heimat, in der wir endlich Zuhause sein werden. Ein Ziel, an dem die geheime Wahrheit meines Lebens endlich offenbar werden darf. Eine Umarmung der Liebe, die alle Kränkungen und Schmerzen heilen wird. Denn dort wartet Christus, der spricht: “Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.” Wir werden bei Gott sein.

Sicher, unsere Welt spiegelt davon wenig. Zu viele Fenster zur Ewigkeit sind heute verschlossen. Deshalb: lasst uns Menschen sein, die nach oben offen sind, die Ewigkeit im Herzen haben und deshalb Freundlichkeit im Blick und Liebe im Handeln.
Stimmen wir ein in das Lied:
Für mich soll’s rote Rosen regnen
Mir sollten ganz neue Wunder begegnen!

Mit einem herzlichen Gruß in jedes Haus,
Ihr/Euer Claus Dreier